Alle Spielerrollen im Porträt: Vom Torwart bis zum Kompletten Stürmer

Spielerrollen FM20

Spielerrollen sind im Football Manager die wichtigsten taktischen Puzzleteile. Sie bestimmen, wie ein Spieler sich innerhalb deines Systems konkret verhält. Ist er der Mann, den seine Mitspieler suchen – oder derjenige, der dem Spielmacher den Rücken freihält? Ist er der Fels in der Brandung, der das Offensivspiel absichert – oder derjenige, der aus der Tiefe heranrauscht und den Gegner vor unerwartete Probleme stellt? In diesem Guide stelle ich dir jede Spielerrolle mit ihren Aufgaben (Duties) vor.

Für diesen Guide habe ich mich stark am Handbuch „Lines and Diamonds“ von The Hand of God orientiert, aber eigene Schwerpunkte gesetzt. Eine schnelle Übersicht über alle Spielerrollen und ihre Abkürzungen findest du im Kompendium.

0. Einleitung

Spielerrollen haben einen deutlichen Einfluss auf das System. Während Grundausrichtung und Teamanweisungen das Verhalten der gesamten Mannschaft steuern, wird es bei den Rollen konkret: Wie bewegt sich der Spieler? Welche Techniken bevorzugt er im Angriffsspiel? Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den Rest der Mannschaft. Spielerrollen sollten daher immer im Zusammenhang betrachtet werden.

Ein Beispiel: Wenn der offensive Außen „den Robben machen“ und nach innen ziehen soll, wäre der Flügel frei für einen nachstoßenden Außenverteidiger, der in der Offensive dann für die Breite sorgt. So werden die Räume ideal besetzt – und der gegnerische Außenverteidiger vor ein Problem gestellt.

Wenn du lernen möchtest, wie du Spielerrollen so kombinierst, dass deine Spieler optimal zusammenarbeiten, hilft dir der Guide „Spielerrollen kombinieren“ weiter.

Sollte man Spieler in ihrer besten Rolle spielen lassen?

„Meine Spieler spielen schlecht, dabei habe ich jedem seine beste Rolle zugewiesen!“ – hört man hin und wieder von frustrierten FM-Spielern. Nicht selten ist das jedoch schon Teil des Problems. Denn durch die Rollen werden Angriffsmuster mitbestimmt. Nur ein Beispiel: Flügelspieler als solche sind auf Hereingaben von der Außenlinie fixiert und versuchen durch schnelle Läufe mit dem Ball in gute Flankenpositionen zu kommen. Gibt es keine Abnehmer für die Flanken oder soll der Ball bevorzugt durch die Mitte gespielt werden, gibt es geeignetere Rollen für die Außenbahn.

Keine Sorge: Auch wenn ein Attribut in einer Rolle nicht als „wichtig“ markiert ist, kommt es dennoch zum Tragen. Andersrum wirst du auf bestimmten Positionen Attribute haben wollen, die das Spiel nicht hervorgehoben hat. Merke:

„Jeder Spieler kann jede Rolle spielen – er wird sie nur anders interpretieren.“
— Cleon

Kriterien für die Rollen-Wahl

Bei der Auswahl einer Rolle ist es wichtig zu wissen, wie sie den Spielstil der Mannschaft beeinflusst. Das betrifft sowohl die Gestaltung des Angriffspiels (siehe den Flügelspieler) als auch taktische Prinzipien.

Ein stark pressender Spieler kann in einem tief stehenden System unerwünschte Lücken reißen; mit Bedacht eingesetzt, kann er jedoch auch dafür sorgen, dass der Gegner es sich um den Strafraum nicht zu bequem machen kann.

Neben der Eignung des Spielers für eine Rolle ist es wichtig, dass die Spieler sich untereinander ergänzen, sprich: dass Räume, Anspielstationen und Unterstützung geschaffen werden. Das ermöglicht jedem einzelnen, seine Rolle effizient zu erfüllen. Das ist deutlich wichtiger, als überall eine gute Rollenbewertung zu haben.


1. Tor

Spielerrollen Tor FM15

Torwart (TW)

engl.: Goalkeeper (GK) | Position: TW | Duties: V

Der „klassische“ Torwart ist zwar in erster Linie ein defensiver Spieler, dennoch sollte er gut genug am Ball sein, um am Aufbauspiel teilzunehmen. Das schließt die Ballzirkulation mit den Abwehrspielern ebenso ein wie das Einleiten von Kontern durch schnelle Abwürfe oder Abschläge. Auch wenn das Spiel in der gegnerischen Hälfte stattfindet, lässt der Torwart seinen eigenen Kasten nicht allzu weit hinter sich.

Mitspielender Torwart (MTW)

Sweeper Keeper (SK) | TW | V, U, A

Der mitspielende Torwart gleicht mit Verteidigen-Duty dem klassischen Torwart, auch wenn er etwas mehr Freiheiten beim Einleiten von Kontern genießt.

Auf Unterstützen oder Angriff wird der mitspielende Torwart in seinem Passspiel schrittweise mit mehr Risiko agieren und sich in der Angriffsphase als tiefe Anspielstation anbieten. Ist die Mannschaft weit aufgerückt, verlässt er dazu seinen Strafraum; außerdem läuft er Bälle ab, die hinter die Abwehr gespielt werden. Während das der Mannschaft helfen kann, den Raum für den Gegner zu komprimieren, besteht immer ein Restrisiko, dass der mitspielende Torwart bei einem Sonntagsschuss nicht schnell genug wieder im Tor ist.

 


2. Abwehr

Spielerrollen FM Abwehr

2.1 Innenverteidigung

Innenverteidiger (IV)

Central Defender (CD) | IV | V, X, D

Der Innenverteidiger bringt die Fähigkeiten mit, sich dem Spielstil des Teams anzupassen. Er kann zum Ballbesitzspiel beitragen, aber auch Konter einleiten, wenn die Situation es erfordert. Insgesamt ist er eher auf Sicherheit bedacht, was ihn zu einer ausgewogenen Option macht.

Mit der Duty Rückendeckung versucht er, Angreifer zu stellen, um den Angriff zu verzögern. Er wird geduldiger agieren, wenig Risiko eingehen und stattdessen auf Mitspieler warten, die ihn absichern können.

Als Vorstopper hingegen übt er mehr Druck auf den Gegner aus und ist geneigt, die Situation mit einem schnellen Tackling zu klären.

Die beiden Aufgaben erschaffen keine Ausputzer-Vorstopper-Kombination wie in früheren Zeiten (auch wenn der Name das vermuten lässt); stattdessen kann man einzelnen Verteidigern damit spezielle Anweisungen für das Verhalten in Eins-gegen-eins-Situationen mitgeben.

 

Ballspielender Verteidiger (BsV)

Ball Playing Defender (BPD) | IV | V, X, D

Diese Rolle legt einen Schwerpunkt auf das Überwinden der gegnerischen Defensive. Der Ballspielende Verteidiger soll das Spiel auch unter Druck verlässlich aus der Abwehr aufbauen und den Ball nach vorne bringen können – notfalls auch mit einem Lauf ins Mittelfeld. Auch schwierige Schnittstellenpässe spielt er konstant und sauber und nutzt so sich öffnende Räume vor ihm. Dafür genießt er etwas mehr Freiheit am Ball, im Gegensatz zu einer Freirolle bleibt er jedoch in der Nähe seiner Defensivposition.

Bezüglich der Dutys gilt dasselbe wie beim Innenverteidiger beschrieben.

 

Kompromissloser Innenverteidiger (KIV)

No-Nonsense Centre Back (NCB) | IV | V, X, D

Unabhängig von der Marschroute der Mannschaft konzentriert sich der kompromisslose Innenverteidiger einzig und allein auf das Vermeiden von Fehlern in der eigenen Defensive. Er wird den Ball ohne zu zögern wegschlagen, sobald er auch nur leicht unter Druck gerät. Eine Mannschaft, die sich auf schnelles Umschalten fokussiert, kann diese langen Bälle zwar nutzen – dennoch ist der kompromisslose Innenverteidiger hauptsächlich darauf bedacht, den Ball so weit vom eigenen Tor wegzuhalten wie möglich.

 

Libero (LIB)

Libero (LIB) | ZIV | U, A

Der Libero schaltet sich in Angriffe mit ein und bietet eine mobile Option im defensiven Mittelfeld. Mit seiner Beweglichkeit schafft er Überzahl im Sechser-/Achterraum, von wo aus er seine Mitspieler unterstützt. Ist der Raum vor ihm offen, läuft er mit dem Ball nach vorne oder spielt Schnittstellenpässe auf die Angreifer.

Als Unterstützer spielt der Libero kreativ, wird für gewöhnlich aber im defensiven Mittelfeld bleiben.

Mit Angreifen-Duty genießt er hingegen noch mehr Freiheiten und läuft öfter nach vorne, wo er von der Strafraumgrenze auch mal selbst den Abschluss sucht.

2.2 Außenverteidigung

Außenverteidiger (AV)

Full Back (FB) | AV | V, U, A, auto

Der Außenverteidiger ist auf seiner Position der zurückhaltende Generalist. Anstatt das direkte Duell mit den gegnerischen Verteidigern zu suchen, greift er vor allem auf Flanken und überladende Läufe zurück, wenn sie beschäftigt sind (seine direkten Gegenspieler sind dann vor allem Außenstürmer/Flügelspieler).

Mit Verteidigen-Duty wird er bevorzugt hinten bleiben und sicherstellen, dass er bei einem Angriff schnell hinter dem Ball ist. Mit Ball beteiligt er sich an der tiefen Ballzirkulation, sollte das Spielgerät aber auch sauber nach vorne spielen und gute Flanken aus der Tiefe schlagen können.

Als Unterstützer spielt der Außenverteidiger eine ausgeglichene Rolle. Er wird sich eher nach vorne begeben und seine Mitspieler im letzten Drittel unterstützen, wenn die Situation es erlaubt. Im Vergleich zur Verteidigen-Duty bietet der Unterstützer etwas mehr Durchschlagskraft, da er hin und wieder Risikopässe auf durchstartende Mitspieler spielt.

Mit der Duty Angreifen setzt der Außenverteidiger einen größeren Schwerpunkt auf Mobilität und das Überwinden der gegnerischen Abwehr und gibt im letzten Drittel Breite. Hinterlaufen und überladen – provoziert durch seine häufigen Läufe nach vorne – gehören ebenso zu seinem Repertoire wie Flanken Mitspieler im Strafraum. Wird er nicht ausreichend abgesichert, kann ein angreifender Außenverteidiger Lücken hinterlassen, die der Gegner seinerseits ausnutzen könnte.

 

Kompromissloser Außenverteidiger (KlA)

No-Nonsense Full Back (NFB) | AV | V

Der kompromisslose Außenverteidiger ähnelt dem kompromisslosen Innenverteidiger. Verglichen mit dem normalen Außenverteidiger konzentriert er sich ausschließlich auf die Defensive. Während der Rest nach vorne geht, bleibt er kompakt bei den übrigen Verteidigern. Am Ball spielt er nach Möglichkeit sichere Pässe oder schlägt ihn lang nach vorne, sobald er erste Anzeichen von Druck bemerkt.

 

Flügelverteidiger (FV)

Wing Back (WB) | AV, FV | V, U, A, auto

Der Flügelverteidiger ist eine etwas offensivfreudigere Option für die Außenverteidigung. Er vereint das defensive Verantwortungsbewusstsein des Außenverteidigers mit den Fähigkeiten, auf den offensiven Außen die Hauptbedrohung für den Gegner darzustellen. Meist hat er die Außenbahn für sich alleine, da er als einziger Außen aufgestellt ist oder die Außenstürmer vor ihm in die Mitte ziehen. Dementsprechend ist er der Breitegeber im Team.

Mit einer Verteidigen-Duty konzentriert sich der Flügelverteidiger vor allem auf die Ballzirkulation und schnelle Rückker in die defensive Ordnung. Verglichen mit einem verteidigenden Außenverteidiger geht er jedoch ein wenig öfter nach vorne und unterstützt das Mittelfeld.

Der Flügelverteidiger mit Unterstützen-Duty hingegen bringt deutlich mehr Mobilität mit, indem er durch regelmäßige Läufe nach vorne Breite gibt. Er bietet auch mehr Durchschlagskraft durch gelegentliche Schnittstellenpässe hinter die Verteidigung. Meistens agiert er jedoch als Verbindungsspieler in schnellen Kombinationen in und um den Strafraum.

Der angreifende Flügelverteidiger sieht offensiv wie ein Flügelspieler aus. Er kombiniert Mobilität und Breite des unterstützenden Flügelverteidigers mit einem höheren Fokus auf Durchdringung der Defensive. Mit großer Regelmäßigkeit versucht er Verteidiger anzulaufen, mit seinem versierten Dribbling auszuspielen und dann eine gefährliche Flanke von der Grundlinie in die Mitte zu schlagen.

 

Kompletter Flügelverteidiger (KFV)

Complete Wing Back (CWB) | AV, FV | U, A

Kombiniere die defensive Verantwortung eines Außenverteidigers mit der Angriffsfreude eines modernen Flügelspielers und heraus kommt – voilà – der Komplette Flügelverteidiger. Wie andere Freirollen zeichnet sich auch diese durch das hohe Maß an Mobilität aus. Der KFV startet bei jeder Gelegenheit nach vorne durch, um Breite im Angriff zu geben – zieht aber auch mal nach innen, wenn er den Raum sieht. Am Ball darf er sich frei entfalten, um den Gegner mit einer gefährlichen Flanke oder einem gewandten und gewagten Dribbling zu überwinden.

Als Unterstützer konzentriert sich der Komplette Flügelverteidiger vermehrt auf die Unterstützung des Mittelfelds, während er mit einer Angreifen-Duty bei erster Gelegenheit seine Mitspieler hinterläuft.

 

Inverser Außenverteidiger (IAV)

Inverted Wing Back (IWB) | AV, FV | V, U, A, auto

Anstatt Breite zu geben bietet der Inverse Außenverteidiger (früher: Falscher Außenverteidiger) zusätzliche Penetration und Mobilität in der Mitte. Er wird sich eher zu den defensiven Mittelfeldspielern begeben, dort den Ball erhalten und nach vorne laufen, um Überzahlsituationen zu schaffen. Dann spielt er scharfe Pässe auf Angreifer, typischerweise auf einen Flügelspieler, der durch die Bewegung des inversen Außenverteidigers mehr Raum zur Verfügung hat. Wenn er sich auf den Außen wiederfindet, vermeidet der inverse Außenverteidiger Flanken und versucht sich stattdessen zu drehen und schräge Steilpässe hinter die Abwehr zu spielen.

Sollte er in der Zentrale keine Räume finden, bleibt der inverse Außenverteidiger auf seiner Außenbahn und agiert wie ein normaler Außenverteidiger.

Je nach Aufgabe sichert er entweder den Sechserraum ab, unterstützt das Mittelfeld mit Pässen und Läufen oder stößt in den gegnerischen Sechzehner vor, um Torgefahr auszustrahlen.

 


3. Mittelfeld

Spielerollen FM15 Mittelfeld

3.1 Defensives Mittelfeld

Defensiver Mittelfeldspieler (DM)

Defensive Midfielder (DM) | DM | V, U

Der Defensive Mittelfeldspieler muss in der Lage sein, Angriffe abzuwehren, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und – wenn sich die Gelegenheit bietet – Angriffe einzuleiten.

Mit Verteidigen-Duty agiert er als tiefe Absicherung, die in erster Linie die defensive Stabilität im Auge behält. Auch wenn er den Ball im Normalfall nicht selbst nach vorne trägt, streut er hin und wieder einen Steilpass ein. Sein Augenmerk in der Defensive liegt auf dem schnellen Stören von Angriffen, die es in die eigene Hälfte schaffen.

Mit der Aufgabe Unterstützen beteiligt sich der Defensive Mittelfeldspieler bereitwilliger an Angriffen, rückt mit auf und bietet am gegnerischen Strafraum seine Unterstützung an. Zusätzlich zu gelegentlichen Steilpässen, läuft er auch ab und an mit dem Ball nach vorne. Wie sein Gegenstück mit Defend-Duty setzt er Gegner, die in seine Zone kommen, schnell unter Druck. Dazu steigt er auch mal härter in den Zweikampf ein. Das ist besonders effektiv gegen unsichere Angreifer; generell ist der DM mehr auf eine schnelle Balleroberung aus als auf das Verzögern des Angriffs.

Abräumer (Abr)

Anchor Man (A) | DM | V

Der Abräumer ist ein spezialisierter defensiver Mittelfeldspieler, der mit intelligentem Stellungsspiel und Manndeckung beeindruckt. Er entfernt sich nie weit von der Abwehrreihe, versucht Angriffe vom Zentrum wegzulenken und unterbindet Konter, indem er Angreifer in ungefährlichere Zonen drängt.

Am Ball geht er wenig Risiko ein. Wenn möglich, versucht er den Ball zu halten und spielt in anschließend zu kreativeren Mitspielern. Damit er nicht isoliert und zu Befreiungsschlägen gezwungen werden kann, sollte er von seinen Mitspielern unterstützt werden.

 

Tiefer Sechser (TS)

Half Back (HB) | DM | V

Der Tiefe Sechser lässt sich in die Defensivlinie zurückfallen, wenn die Mannschaft in Ballbesitz ist, um dann als dritter Innenverteidiger zu agieren. Dadurch kann er für einen tiefen Kreativspieler Räume öffnen und gleichzeitig der Defensive Stabilität verleihen, wenn beide Außenverteidiger offensiv eingestellt sind. Ist die eigene Mannschaft in Ballbesitz, hilft der Tiefe Sechser den Ball sicher ins Mittelfeld zu spielen, wenn er in den eigenen Reihen gehalten werden soll. Sollte sich die Gelegenheit bieten, wird er den Gegner auch mal mit einem plötzlichen Pass in die Tiefe zu knacken versuchen.

 

Zurückgezogener Spielmacher (ZSm)

Deep-Lying Playmaker (DLP) | DM, ZM | V, U

Der Zurückgezogene Spielmacher vereint in sich Absicherung und Spielmacher. Ohne Ball bleibt er im Rückraum, sodass er nach Ballverlust seines Teams schnell defensive Kompaktheit herstellen kann. Am Ball soll er hingegen das Spiel strukturieren und den Gegner mit Pässen aus der Tiefe überwinden.

Anders als bei den meisten anderen Rollen unterscheiden sich die Dutys mehr durch kleine Unterschiede in der Positionierung im Aufbauspiel und weniger durch die Tendenz mehr oder weniger Läufe nach vorne zu unternehmen.

Mit Verteidigen-Duty schafft der zurückgezogene Spielmacher mehr Tiefe im Mittelfeld, indem er in der Aufbauphase tiefer steht und den Kontakt zur Verteidigung hält.
Auf Unterstützen wird er sich etwas höher positionieren und Anschluss ans Mittelfeld suchen. Dennoch wird er versuchen sich stets hinter dem Ball aufzuhalten.

 

Regista (REG)

Regista (RGA) | DM | U

Der Regista ist eine tiefe Freirolle, die als Spielmacher seiner Mannschaft agiert. Wie der zurückgezogene Spielmacher ist er die erste Anspielstation und soll den Gegner mit seinem weitreichenden Passspiel beschäftigen. Darüber hinaus besitzt er mit und ohne Ball die Lizenz zur Improvisation und jedwede Bewegungsfreiheit. Dadurch schafft er mit späten Läufen an die Strafraumgrenze Torgefahr durch Distanzschüsse; durch seine Suche nach Räumen ist er jedoch als Absicherung des Teams ungeeignet und benötigt einen Mitspieler, der diesen Part übernimmt.

 

Segundo Volante (VOL)

Segundo Volante (VOL) | ZDML/R | U, A

Von allen Mittelfeld-Rollen im Football Manager ist der Segundo Volante wohl die kompletteste – und daher anspruchvollste. Offensiv benötigt er Attribute wie ein Box-to-Box-Mittelfeldspieler und defensiv wie ein klassicher DM. Typischerweise wird er in einer Doppelsechs eingesetzt, weshalb die Rolle als einzelner Sechser nicht verfügbar ist.

Der Segundo Volante initiiert und unterstützt Angriffe und entwickelt mitunter auch Torgefahr. Die Rolle passt vor allem in Systeme ohne Achter (z.B. in ein tiefes 4-2-3-1), wo er deren Aufgaben übernimmt. In Ballbesitz agiert er wie ein zentraler Mittelfeldspieler, ohne Ball zieht er sich ins defensive Mittelfeld zurück.

Mit Unterstützen-Duty versucht der Segundo Volante das Angriffsspiel zu unterstützen und stößt in geeigneten Situationen spät in den gegnerischen Strafraum vor.

Auf Angriff bewegt sich der Segundo Volante weiter nach vorne, taucht regelmäßig spät im gegnerischen Strafraum auf und versucht öfter aufs Tor zu schießen. Da er bisweilen sehr hoch steht, kann es bei Ballverlust dauern, bis er wieder auf Position ist.

 

Ballerobernder Mittelfeldspieler (BeM)

Ball-Winning Midfielder (BWM) | DM, ZM | V, U

Der Ballerobernde Mittelfeldspieler ist beim Jagen des Balles in seinem Element. Er übt sofort und unnachgiebig Druck auf jeden Angreifer aus, der in seine Zone eindringt und übt dabei keine Zurückhaltung, sobald sich die Gelegenheit zum Zweikampf ergibt. Dem BeM fehlen jegliche verzögernden Instrumente (abwarten, Gegner lenken, Formation halten), allerdings kann der richtige Spieler im richtigen System sehr effektiv im Unterbinden von Angriffen sein.

Auf Verteidigen achtet der Balleroberer darauf, anfangs tiefer zu bleiben, sodass er kompakt im Defensivverbund steht. Dennoch verlässt er in Kontersituationen schnell die Position, um den Gegner mit einem Tackling zu stoppen – schlägt das fehl, kann die Defensive dadurch ziemlich entblößt werden. Bekommt er den Ball, spielt er ihn kurz zum nächsten Mitspieler. Er improvisiert nicht so viel wie ein Standard-Mittelfeldspieler, dennoch wird er hin und wieder einen Distanzschuss wagen, wenn sich die Situation ergibt (vor allem, wenn er den Ball in der Nähe des gegnerischen Strafraums erobert und ein wenig Freiraum hat).

Als Unterstützer bewegt er sich mit dem Angriff nach vorne, um am letzten Drittel seine Unterstützung anzubieten – vor allem aber, um den Ball nach Ballverlust schneller wieder zurückgewinnen zu können. Generell pflegt er ein einfaches Kurzpassspiel ohne Improvisation, dennoch kann er – wenn er den Ball in freiem Raum gewinnt – ihn nach vorne tragen, einen sauberen Steilpass auf einen Angreifer spielen oder einen Torschuss aus der zweiten Reihe versuchen.

3.2 Zentrales Mittelfeld

 

Zentraler Mittelfeldspieler (ZM)

Central Midfielder (CM) | ZM | V, U, A, auto

Der zentrale Mittelfeldspieler ist der ultimative Generalist. Er soll Chancen vorbereiten, hin und wieder ein Tor erzielen, Ballbesitz kontrollieren und defensiv verlässlich sein. Auch wenn es nicht die glamouröseste Rolle ist, hat die Qualität der zentralen Mittelfeldspieler einen großen Einfluss auf die taktischen Möglichkeiten einer Mannschaft.

Mit Verteidigen-Duty agiert der ZM als Absicherung. Er bleibt tief, zieht sich bei Ballverlust seiner Mannschaft schnell zurück und übt Druck auf den Gegner in seiner Zone aus, wenn er genügend Rückendeckung hat. Am Ball trägt er zum Angriffsspiel bei, indem er hin und wieder Steilpässe spielt oder mit dem Ball nach vorne läuft, um Verteidiger herauszulocken (wenn alle Anspielstationen eng gedeckt sind).

Als Unterstützer bewegt er sich mit dem Angriff nach vorne und hilft der Mannschaft am letzten Drittel. Später im Angriff dient er als Verbindungsspieler und Fernschuss-Waffe außerhalb des Strafraums; gelegentlich wird er auch in den Strafraum vorstoßen.

Auf Angreifen liegt der Fokus des zentralen Mittelfeldspielers auf Mobilität, in dem er deutlich häufiger Läufe in die Tiefe startet. Das erhöht die Gefahr durch Überladungen im Zentrum für den Gegner, kann aber auch das eigene Mittelfeld entblößen.

 

Vertikaler Spielmacher (VeSm)

Roaming Playmaker (RPM) | DM, ZM | U

Im Vergleich zu den anderen Spielmachern legt der Vertikale Spielmacher seinen Fokus mehr auf Mobilität als auf sein Passspiel und kann daher als kreativer Box-to-Box-Spieler gesehen werden. Auch wenn er tödliche Bälle spielt, wenn sich die Gelegenheit ergibt, ist seine Hauptaufgabe die des omnipräsenten Verbindungsspielers. Dazu bewegt er sich frei auf dem Feld, treibt den Ball nach vorne, bietet sich seinen Mitspielern an und zieht die Fäden in der Ballzirkulation. Der Vertikale Spielmacher muss fähig sein, das Spielgerät auch in engen Situationen zu kontrollieren, das gegnerische Pressing zu überwinden und Gegner auf sich zu ziehen, sodass Räume für die Mitspieler entstehen.

 

Box-to-Box-Mittelfeldspieler (BBM)

Box to Box Midfielder (BBM) | ZM | U

Der Box-to-Box-Mittelfeldspieler soll Energiebündel und unermüdliche Laufmaschine in der Mitte des Spielfeldes sein. Seine erste Priorität liegt auf der dynamischen Unterstützung des Mittelfeldes, seine hohe Mobilität stellt jedoch sicher, dass er überall dort auftaucht, wo seine Mitspieler ihn brauchen. Er unternimmt sogar späte Ausflüge in den Strafraum. Am Ball muss der BBM kein filigraner Techniker sein, dennoch genießt er mehr Freiheit zur Improvisation, sodass er einen Funken Kreativität versprühen kann, wenn das Mittelfeld Inspiration nötog hat.

 

Carrilero (CAR)

Carrilero (CAR) | ZM | U

Der Carrilero („Pendler“) ist eine unterstützende Rolle, die meist als Teil eines Dreiermittelfelds oder als einer von zwei zentralen Mittelfeldspielern in einer Raute vorkommt. Im Gegensatz zum Box-to-Box-Spieler, der vertikal zwischen den Strafräumen agiert, bewegt sich der Carrilero horizontal. Dadurch sichert er (v.a. in engen Formationen) die Außen ab, gibt etwas Breite und verbindet so das defensive mit dem offensiven Mittelfeld. Da er trotzdem weiterhin Verantwortung für seinen zentralen Bereich hat, sollte man die übrigen Rollen gut ausbalancieren, wenn man ihm nicht zu viele Aufgaben gleichzeitig übergeben will.

 

Mezzala (MEZ)

Mezzala (MEZ) | ZRM/ZLM | U, A

Als einzige Rolle im zentralen Mittelfeld agiert der Mezzala aktiv in den Halbräumen. Ähnlich wie der Box-to-Box-Spieler bewegt er sich in Zonen, die typischerweise von inversen Außenstürmern besetzt werden. Man könnte den Mezzala also auch als zentralen (oder halben) Flügelspieler bezeichnen. Mit Flair und Technik versucht er die gegnerische Abwehr zu überwinden.

Er verteidigt relativ hoch, wobei er jedoch wenig defensive Verantwortung trägt. Damit passt er vor allem (aber nicht nur) in Systeme mit hohem Pressing, da er die gegnerischen Verteidiger gut unter Druck setzen kann. In Formationen mit drei zentralen Mittelfeldspielern bietet er zudem eine offensiv potente Option.

Als Unterstützer wird sein Beitrag zum Angriffsspiel im letzten Drittel durch klassiche Mittelfeldarbeit ergänzt und ausbalanciert.

Als Angreifer überlässt er die Verantwortung fürs Mittelfeld gerne den Mitspielern und beteiligt sich hauptsächlich im letzten Drittel am Angriffsspiel.

 

Äußerer Mittelfeldspieler (AM)

Wide Midfielder (WM) | RZM/LZM | V, U, A, auto

Im Vergleich zu den anderen Rollen auf Außen liegt der Schwerpunkt des Äußeren Mittelfeldspielers auf Teamwork und Passspiel. Er steht in steter Verbindung zu seinen Mitspielern, um mithilfe komplexer Passmuster den Weg über außen nach vorne zu finden.

Auf Verteidigen agiert er hauptsächlich als Absicherung für einen hinterlaufenden Außenverteidiger oder hilft diesem die Seite gegen einen besonders gefährlichen Gegenspieler zu sichern. Um sich nach Ballverlust des Teams schnell zurückziehen zu können, steht er deshalb etwas tiefer; außerdem spielt er weniger Risikobälle und hilft stattdessen den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Bei passender Gelegenheit trägt er den Ball dennoch nach vorne oder schlägt eine Flanke aus der Tiefe.

Mit der Aufgabe Unterstützen zeigt der Äußere Mittelfeldspieler deutlich mehr Angriffslust: Er rückt bis in Strafraumnähe auf, hilft der Mannschaft im letzten Drittel, stellt Verbindung zu den Stürmern her und unternimmt gelegentlich Läufe in den Sechzehner. Wenn sich eine gute Gelegenheit ergibt, streut er auch mal Steilpässe ein.

Mit Angreifen-Duty wird der Äußere Mittelfeldspieler zu einem sekundären Abschlussspieler. Er bietet einen deutlich größeren Fokus auf Mobilität und Durchschlagskraft. Mit regelmäßigen Läufen greift er den Strafraum an und kreiert mit Risikobällen hinter die Abwehr Chancen für die Stürmer.

 

Defensiver Flügelspieler (DFs)

Defensive Winger (DW) | RZM/LZM | V, U

Der Defensive Flügelspieler lässt sich als Ballerobernder Mittelfeldspieler für die Außenbahn bezeichnen. Diese Rolle passt perfekt zu Spielern, die Angriffe schnell unterbinden können. Der DF glänzt aber vor allem im Einleiten von schnellen Kontern, nachdem er den Ball einem angreifenden Außenverteidiger abgenommen hat. Ohne Ball jagt er gegnerische Außenverteidiger mit intensivem Pressing und aggressivem Tackling. Da er dementsprechend wenig für Kompaktheit sorgt, hilft es dem Team für gewöhnlich, wenn hinter ihm noch jemand absichert.

Auf Verteidigen bleibt der DF tief, wenn die Mannschaft im Angriff ist, und zieht sich nach Ballverlust schnell zurück. Dort wartet er, dass der Gegner den Ball nach außen spielt, bevor er herauskommt und Druck ausübt. Dann versucht er für gewöhnlich dem gegnerischen Außenverteidiger den Ball abzunehmen, einen Konter einzuleiten und den Flügel entlang zu stürmen, um eine Flanke auf die Stürmer zu schlagen. Um das effektiv tun zu können, muss er in eine gute Flankenpositionen dribbeln können. Im Gegensatz zum üblicherweise technisch versierten Standard-Flügelspieler soll der Defensive Flügelspieler seinen Gegenspieler optimalerweise schon mit dem Tackling überwinden anstatt mit Ball am Fuß ins direkte Duell zu gehen.

Als Unterstützer bewegt der DF sich mit dem Angriff nach vorne, um am letzten Drittel zu helfen. Das ermöglicht es ihm, den Ball in höheren Bereichen des Spielfelds zu gewinnen und den Gegner daran zu hindern, den Ball kontrolliert nach vorne zu spielen.

Allgemein ist die Verteidigen-Duty besser für Systeme geeignet, die aus der Tiefe umschalten wollen, wohingegen der Unterstützer besser zu Stilen passt, die schon in des Gegners Hälfte den Ball erobern und dann schnell umschalten wollen.

 

Äußerer Spielmacher (ASpm)

Wide Playmaker (WP) | RZM/LZM | U, A

Auch wenn der Äußere Spielmacher in der Formation auf Außen aufgestellt ist (und diesen Bereich in der Defensive auch verteidigt), orientiert er sich im Aufbauspiel in zentrale Regionen. Durch seine Ausgangsposition kann er Räume ausnutzen, die durch hinterlaufende Außenverteidiger geöffnet werden. Er entgeht zudem leichter den gegnerischen Abräumern und öffnet dadurch Räume in der Mitte, die von angreifenden, torgefährlichen Mittelfeldspielern genutzt werden können.

Am Ball bietet die Rolle ambitioniertes Passspiel und größere Freiheit zur Improvisation. Ohne Ball opfert der Äußere Spielmacher Breite für Mobilität. Auch wenn er zu Beginn des Angriffs noch weit steht, strebt er schnell in die Mitte, wo er Verbindung zu seinen Mitspielern sucht und die gegnerischen Innenverteidiger und defensiven Mittelfeldspieler vor Schwierigkeiten stellt: Wen sollen sie jetzt decken? Im Angriffsdrittel spielt der Äußere Spielmacher lieber den Pass als selbst zu schießen oder zu flanken.

Wie auch beim vorgeschobenen und zurückgezogenen Spielmacher bestimmt die Duty nicht die Häufigkeit der Läufe nach vorne – er soll jederzeit für einfache Anspiele verfügbar sein. Als Unterstützer konzentriert er sich auf schnelle, angeschnittene Pässe zu seinen Mitspielern, auf Angreifen versucht er die Verteidigung zusätzlich durch Eins-gegen-Eins-Duelle und Dribblings in gefährliche Räume zu überwinden.

 

Flügelspieler (Flg)

Winger (W) | RZM/LZM, ROM/LOM | U, A

Der Flügelspieler ist mit dem Ball deutlich direkter als der äußere Mittelfeldspieler und bringt zudem mehr Breite und Durchschlagskraft mit.

Auf Unterstützen steht er sehr breit, um Raum zu haben, in dem er den Ball bekommen kann, und um idealerweise den Gegner etwas auseinander zu ziehen. Sobald er den Ball hat, versucht er seinen Gegenspieler mit einem gewagten Dribbling auszunehmen und anschließend zu flanken. Dennoch muss er auch Gelegenheiten für angeschnittene Pässe erkennen und nutzen können, wenn sie sich ergeben.

Der angreifende Flügelspieler ist ähnlich, bietet nur mehr Mobilität durch Läufe in torgefährliche Zonen. Außerdem versucht er verstärkt auf die Grundlinie zu kommen, bevor er flankt.

 

Inverser Flügelspieler (IFl)

Inverted Winger (IW) | RM/LM, ROM/LOM | U, A

Der inverse Flügelspieler zieht regelmäßig nach innen ins Angriffsdrittel, um Räume für aufrückende Außenverteidiger zu öffnen und anschließend den gegnerischen Außenverteidiger zu überladen. Der inverse Flügelspieler funktioniert am besten, wenn der stärkste Fuß der Seite, auf der er spielt, entgegengesetzt ist.

Als Unterstützer zieht er diagonal vor der Verteidigung nach innen, um den Ball durch die Mitte zu spielen und defensive Mittelfeldspieler und Verteidiger vor dem Strafraum zu überladen.

Auf Angriff wird er die Verteidigung direkt anlaufen und im Angriffsdrittel entweder schießen, passen oder flanken.

Im Gegensatz zum Inversen Außenstürme hält der Inverse Flügelspieler länger seine weite Grundposition, bevor er nach innen läuft. Außerdem schlägt er wie ein normaler Flügelspieler gerne auch mal eine Flanke.

Guido Merry (Strikerless.com) klärt in seinem Blog über die Unterschiede zwischen Inversem Außenstürmer und Inversem Flügelspieler auf (engl.).

Vorgeschobener Spielmacher (VoSm)

Advanced Playmaker (AP) | ZM, ZOM, ROM/LOM | U, A

Der vorgeschobene Spielmacher soll den Ball im Mittelfeld aufnehmen und schnell nach vorne in den Angriff spielen. Dementsprechend ist diese Rolle stark auf Penetration ausgerichtet und bietet große Improvisationsfreiheit gepaart mit ambitioniertem, risikovollem Passspiel. Ohne Ball bleibt der vorgeschobene Spielmacher in zentraler Position, um das übrige Mittelfeld zu unterstützen. Schreitet der Angriff weiter fort, bewegt er sich bis an die Strafraumgrenze.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Rollen unterscheiden sich die Dutys hier nicht durch die Tendenz, ohne Ball nach vorne zu laufen, sondern durch das Verhalten am Ball: In tieferen Regionen bieten sich beide für einfache Pässe der Mitspieler an; am gegnerischen Strafraum agieren beide als kreatives Zentrum, das nicht den Abschluss sucht sondern auf Spielverlagerungen und tödliche Pässe aus ist.

Mit Unterstützen-Duty konzentriert sich der vorgeschobene Spielmacher auf die schnelle Zulieferung des Balles mit geschnittenen Pässen an die Mitspieler.

Auf Angriff versucht er mit durchschlagenden Dribblings Verteidiger auf sich zu ziehen und so Raum für die Mitspieler zu öffnen.

 

In der nachfolgenden Infografik habe ich die Aufgaben aller Rollen im Zentralen Mittelfeld zusammengefasst (Grafik als PDF herunterladen):

Football Manager Spielerrollen Mittelfeld

3.3 Offensives Mittelfeld & Außenstürmer

 

Offensiver Mittelfeldspieler (OM)

Attacking Midfielder (AM) | ZOM | U, A

Der Offensive Mittelfeldspieler ist in Ballbesitz dem zentralen Mittelfeldspieler sehr ähnlich, auch wenn die Rolle nur mit den Dutys Angreifen und Unterstützen verfügbar ist. Aufgrund seiner Grundposition spielt der OM jedoch eine größere Rolle im offensiven Umschaltspiel, indem er eine schnelle Verbindung zwischen den tieferen Mittelfeldspielern und dem Angriff herstellt.

 

Engache (ENG)

Engache (EG) | ZOM | U

Der Engache ist einer von zwei Spielmachern im offensiven Mittelfeld, die ihre Rolle als Zehner eher klassisch interpretieren. Als ziemlich statische Rolle ist der Enganche gut geeignet, wenn auf die Fitness eines verletzungsanfälligen Spielers geachtet werden muss oder ein Schlüsselspieler jedes Spiel in einem vollen Terminkalender bestreiten soll (oder man einen Altstar im Kader hat, der mental und technisch überragend ist). Die Durchschlagskraft dieser Rolle speist sich aus ambitioniertem Passspiel und kompletter kreativer Freiheit; im Gegensatz zu anderen Spielmacher-Typen sucht der Engache in passenden Situationen auch selbst den Abschluss.

Ansonsten ist er ein reiner Zulieferer, der auf seine Übersicht vertraut, um den Ball schnell weiterzuspielen ohne in Drucksitustionen zu kommen. Ohne Ball halt der Engache seine zentrale Position in der Lücke vor der Abwehr und sucht nicht groß nach Räumen. In der Verteidigung verlegt er sich auf das einfache Verzögern von Angriffen und das Zustellen von Passwegen. Um keine Energie zu verschwenden verzichtet er komplett auf das Jagen des Balles oder Pressing. Das heißt nicht, dass er nicht in einer aggressiv pressenden Mannschaft eingesetzt werden könnte – er wird sich durch sein Stellungsspiel beteiligen, die Balleroberung aber anderen überlassen.

 

Trequartista (T)

Trequartista (T) | ZOM, ROM/LOM, ST | A

Der Trequartista erhält größte Freiheit auf dem Feld, um ununterbrochen Räume zu finden, von wo aus er seinen Mitspielern Chancen auflegen kann. Diese Rolle hat einen starken Fokus auf Überwindung des Gegners: durch sein weitreichendes, ambitioniertes Passspiel ebenso wie die komplette Freiheit, nach Gutdünken zu improvisieren. Im Gegensatz zum Engache ist der Trequartista mit und ohne Ball extrem mobil.

Am Ball ist er ein Dribbelkünstler, der Pässe durch gegnerischen Druck spielen, den Ball in gefährliche Positionen bringen und auch den Abschluss suchen kann, wenn sich die Gelegenheit bietet. Ohne Ball verlässt er seine Position und weicht auf die Flügel aus, um gegnerischen Abräumern und Innenverteidigern zu entgehen. Das geschieht vor allem, damit er den Ball erhalten und einen tödlichen Pass spielen kann. Wie die anderen Spielmacher auch vermeidet er nach Möglichkeit Läufe in die Tiefe und bietet sich stattdessen etwas tiefer vor der gegnerischen Abwehr als Anspielstation an. Wie der Engache soll der Trequartista bei gegnerischem Ballbesitz seine Energie für die Aufbau- und Angriffsphase sparen und dementsprechend nicht ins Pressing gehen. Nichtsdestotrotz wird er trotzdem Passwege und Gegner zustellen und auch mal einen Zweikampf führen, wenn die Situation es verlangt.

 

Schattenstürmer (SnS)

Shadow Striker (SS) | ZOM | A

In gewisser Weise ist der Schattenstürmer das Gegenstück zur falschen Neun: ein offensiver Mittelfeldspieler, der sich ständig nach vorne in Abschlusspositionen bewegt. Sein Fokus liegt darauf, den eigentlichen Stürmer zu unterstützen oder zu überlaufen. Dadurch erzeugt er Tiefe, die seine Teamkameraden hinter ihm ausnutzen können. Sobald er sich in Angriffsposition befindet, bietet er Mobilität durch Ausweichen in die Zwischenräume und gefährliche diagonale Läufe hinter die Abwehr. Am Ball beweist er sowohl durch seine Bereitschaft in Engen zu dribbeln als auch durch tödliche Bälle auf Sturmkollegen seine Durchschlagskraft.

 

Inverser Außenstürmer (IAS)

Inside Forward (IF) | ROM/LOM | U, A

Der Inverse Außenstürmer (früher: Nach innen ziehender Angreifer, IZA) bietet – obwohl er ähnlich direkt agiert wie der Flügelspieler – keine Breite, dafür aber größere Mobilität durch diagonale Läufe mit dem Ball. Aus dem Grund ist es bei beiden Dutys sinnvoll, mobile Außenverteidiger einzusetzen, die gegnerische (Außen-)Verteidiger auf sich ziehen und so Räume schaffen, in denen der IAS operieren kann.

Auf Unterstützen ist er grundsätzlich etwas zentraler positioniert. Er bietet sich dort an und weicht in die Zwischenräume auf der Innenseite des gegnerischen Außenverteidigers aus, um die zentralen Räume zu überladen. Er bietet am Ball Durchschlagskraft sowohl durch aggressives Dribbling als auch regelmäßige Risikopässe in die Tiefe. Wird er nach außen gezwungen, versucht er sich zu drehen und angeschnittene Schnittstellenpässe zu spielen. Zur Flanke greift er eher selten.

Mit Angreifen-Duty agiert der inverse Außenstürmer ähnlich, nur dass er abschlussorientierter und dafür weniger kreativ agiert. Durch regelmäßige Läufe in Abschlusspositionen bietet er mehr Mobilität, dafür ist sein Passspiel weniger ambitioniert.

 

Äußerer Zielspieler (AZS)

Wide Target Man (WTM) | ROM/LOM | U, A

Der Äußere Zielspieler ist ein spezialisierter Außenstürmer, der sich auf Kraft und Lufthoheit verlässt, anstatt auf Schnelligkeit und Technik. Diese Rolle verleitet die Mitspieler in Abwehr und Mittelfeld dazu, (unabhängig von den sonstigen Anweisungen) vermehrt direkte Bälle auf den Äußeren Zielspieler zu spielen. Sobald er den Ball erhält, nutzt er seine körperliche Stärke um ihn abzuschirmen, bis er einen Pass auf einen Angreifer oder heranstürmenden Mittelfeldspieler spielen kann.

Mit Unterstützen-Duty agiert er etwas tiefer, bietet eine Anspielstation für Pässe aus dem Mittelfeld und versucht mit Mitspielern zu kombinieren, die ihn hinterlaufen.

Als Angreifer bietet er höhere Mobilität, indem er nach vorne läuft und den Strafraum angreift, nachdem er den Ball auf einen Mitspieler abgelegt hat.

 

Raumdeuter (RMD)

Raumdeuter (RMD) | ROM/LOM | A

Der Raumdeuter ist ein spezialisierter Außenstürmer, der sich vor allem auf intelligentes Bewegungsspiel verlässt und weniger auf Schnelligkeit und Technik. Seine Mobilität ist seine Hauptwaffe, die er in Form von unvorhersehbaren Bewegungen und beständigen Sturmläufen einsetzt. Während er im Strafraum nicht zögert, Chancen aufzulegen, zeigt er im Mittelfeld ansonsten ein eher einfaches Kurzpassspiel. Anstatt das direkte Duell mit seinen Gegenspielern zu suchen, gibt er den Ball für gewöhnlich lieber an einen Mitspieler weiter. Daraus folgt, dass der Raumdeuter stark von seinen Kollegen abhängig ist, die für ihn Räume schaffen müssen. Dafür nimmt er jeden sich bietenden Raum wahr und nutzt ihn aus.

 


4. Angriff

Spielerrollen Angriff FM15

Hängende Spitze (HäS)

Deep-Lying Forward (DLF) | ST | U, A

Die hängende Spitze agiert als Verbindungsspieler zwischen Mittelfeld und Angriff und ist eine kreative Rolle. Sie wird vor allem eingesetzt, wenn das offensive Mittelfeld nicht besetzt ist. Die hängende Spitze lässt sich dann in den Zehnerraum fallen und versucht Chancen für die Mitspieler zu kreieren. Dementsprechend sollte man ihr angriffslustigere Spieler an die Seite stellen, z.B. einen Stoßstürmer/Knipser, einen nachstoßenden offensiven Mittelfeldspieler (z.B. Schattenstürmer) oder einen offensiven Außen wie den inversen Außenstürmer.

Auf Unterstützen lässt sich der Spieler vor allem tief fallen und agiert als Verbindungsspieler. Er kann und wird auch Tore schießen, aber der Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenspiel und Kreieren von Chancen.

Als Angreifer lässt sich die hängende Spitze nicht ganz so tief fallen und ist etwas fixierter auf eigene Torabschlüsse und Chancen.

 

Stoßstürmer (StS)

Advanced Forward (AF) | ST | A

Der Stoßstürmer steht im Mittelpunkt aller Angriffsbemühungen. Durch seine hohe Positionierung gibt er Tiefe, während er sich in die Zwischenräume bewegt, um den Ball zu erhalten oder für Steilpässe Läufe in die Tiefe zu starten. Am Ball wagt er ambitionierte Dribblings, um in Abschlusspositionen zu gelangen – dennoch sollte er auch ein Auge für besser postierte Mitspieler haben.
Daneben jagt er Bälle und setzt den gegnerischen Torwart und die Verteidiger unter Druck.
Der Stoßstürmer funktioniert am besten in einem System, in dem kreative Spieler hinter oder Sturmpartner neben ihm Chancen kreieren. Er sollte einer der Toptorjäger der Mannschaft sein – ist er das nicht, liegt das meist an mangelhafter Unterstützung und fehlenden Zuspielen.

 

Zielspieler (ZS)

Target Man (TM) | ST | U, A

Der Zielspieler ist der gute, alte Turm in der Schlacht, der die gegnerische Defensive durch schiere Physis beschäftigt, Bälle vorne festmacht und dann auf seine Mitspieler ablegt. Im Football Manager ist die Rolle relativ statisch, zudem erhöht sie (ungeachtet der anderen taktischen Vorgaben) die Tendenz für direkte Pässe bei den Mitspielern. Dementsprechend ist für Systeme, die sich auf Spielmacher verlassen oder auf Ballbesitz ausgerichtet sind, eine hängende Spitze besser geeignet. Dafür kann der Zielspieler seine Stärke in direkten oder defensiven Systemen einbringen, die schnell nach vorne spielen wollen oder müssen, um Druck von der Verteidigung zu nehmen. Aufgrund seiner fehlenden Mobilität ist er in hohem Maße auf die Unterstützung seiner Mitspieler angewiesen.

Auf Unterstützen nutzt der Zielspieler seine Lufthoheit und Stärke, um den Ball zu halten und auf heranstürmende Mitspieler zu warten, auf die er dann ablegt. Er bietet seine Unterstützung vor allem am Strafraum an, attackiert in Erwartung einer Flanke aber auch das Tor, wenn der Ball sich auf den Außen befindet.

Mit Angriffs-Duty führt er die Angriffsreihe an, beschäftigt die gegnerischen Verteidiger und versucht ein ständiger Unruheherd zu sein. Dadurch kann Raum für seine Mitspieler entstehen. Seine Präsenz im gegnerischen Strafraum ermutigt die Mitspieler außerdem zu flanken.

 

Knipser (Kni)

Poacher (P) | ST | A

Der Knipser ist ausschließlich aufs Tore schießen fixiert und dementsprechend hochgradig von seinen Mitspielern abhängig. Sie müssen für ihn Räume öffnen und ihn mit Zuspielen versorgen. Ist das nicht gewährleistet, kann es leicht passieren, dass er vom Gegner komplett aus dem Spiel genommen wird. Dafür entfernt er sich nie weit von torgefährlichen Zonen und steht immer an der Grenze zum Abseits – jederzeit bereit, loszusprinten und den Ball im Netz zu versenken. Auch wenn er gelegentlich dribbelt, wenn der Raum da ist, spielt er für gewöhnlich einfache Pässe zu seinen Mitspielern und wartet auf sich öffnende Räume.
Die oben genannten Gründe machen ihn zu einem Stürmer, der am besten mit Sturmpartner funktioniert – auch wenn er in defensiven oder Kontersystemen alleine funktionieren kann.

 

Kompletter Stürmer (KoS)

Complete Forward (CF) | ST | U, A

Der Komplette Stürmer ist ein dynamischer und taktisch intelligenter Angreifer, der verschiedene Stürmerrollen einnehmen kann, abhängig von der aktuellen Situation. Wie andere Freirollen besitzt er die Lizenz zur Improvisation am Ball und bewegt sich ohne Ball frei auf dem Feld. Er besitzt die Fähigkeiten und das taktische Bewusstsein, um in Ballbesitz das richtige Angriffsmuster zu wählen. So kann er den Ball halten, bis Unterstützung aus dem Mittelfeld da ist, gegen isolierte Verteidiger ins direkte Duell gehen, einen Steilpass auf einen Mitspieler spielen oder etwas komplett Unerwartetes tun.
Dementsprechend kann er in jedem System eingesetzt werden – jedoch schafft es bei weitem nicht jeder Spieler, eine derart anspruchsvolle Rolle auszufüllen.

Als Unterstützer bewegt er sich tendenziell mehr in zentralen Bereichen, wo er das Kombinationsspiel mit dem Mittelfeld sucht.
Auf Angreifen begibt er sich vermehrt in die Schnittstellen der Verteidigung, um dort den Ball zu erhalten und mit diagonalen Läufen das Tor anzugreifen.

Pressender Stürmer (PSt)

Pressing Forward (PF) | ST | V, U, A

Der pressende Stürmer ist eine ziemlich aggressive Rolle, die ständig die gegnerischen Verteidiger unter Druck setzt und ihnen so keine Zeit gibt, das Spiel ordentlich von hinten aufzubauen. Viele moderne Angreifer haben Elemente eines pressenden Stürmers in ihrer Art zu spielen.
Der pressende Stürmer ist ein Arbeitstier und nimmt so seinen Angriffspartnern (bevorzugt abschlussorientierte Angreifer oder offensive Mittelfeldspieler) eine Menge harter Arbeit ab.

Mit der Duty Verteidigen agiert er etwas tiefer und setzt defensive oder zentrale Mittelfeldspieler unter Druck, die sich gerne in die eigene Hälfte fallen lassen (wie z.B. den Zurückgezogenen Spielmacher).

Als Unterstützer setzt er die gegnerische Defensivlinie und den Torhüter unter Druck, um deren Zeit am Ball zu reduzieren. Außerdem jagt er verlorenen Bällen nach und hält den Druck auf den Gegner aufrecht.

Auf Angreifen fungiert der Pressende Stürmer selbst als Speerspitze des Angriffs und versucht nach erfolgreicher Balleroberung schnellstmöglich in aussichtsreiche Abschlusspositionen zu kommen.

 

Falsche Neun (F9)

False Nine (F9) | ST | U

Die Falsche Neun schafft und nutzt Räume, indem sie sich ins Mittelfeld zurückfallen lässt (und idealerweise den Gegenspieler mitzieht) – wovon besonders inverse Außen- oder Schattenstürmern profitieren. Dementsprechend ist die Falsche Neun optimal als alleiniger Stürmer geeignet, auch wenn sie ebenfalls mit Sturmpartner funktionieren kann. Obwohl man sie zu den spielmachenden Stürmern zählt, strahlt sie auch selbst Torgefahr aus, vor allem – aber nicht nur – mit gefährlichen Schüssen aus der Distanz.

Zum Aufbau einer Sturmreihe hat Cleon einen großartigen Guide geschrieben (Teile der Rollenbeschreibungen oben sind dort entnommen): „What Makes A Goalscorer?“ (engl.)


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53 Kommentare

  • Moin Moin zusammen,

    ich spiele gerade ein System mit Vertikalem Spielmacher und daneben einem BBM.
    Nun schaue ich in der Halbzeit mir meistens die Durchschnittlichen Positionierung an, und mir ist aufgefallen das der BBM immer offensiver steht als der Vertikalem Spielmacher.

    vor dem Vertikalem Spielmacher speilt ein Knipser und vor dem BBM eine HS(u).

    Wenn ich nun die beiden Stürmer tausche, also vor dem BBM den Knipser und vor dem Vertikalem Spielmacher die HS(u) wird mir auf der Taktiktafel angezeigt das der Bereich hinter dem Knipser nur schlecht bespielt wird.

    Die Frage wäre dann, ist die durchschnittliche Positionierung in der Halbzeit ein Trugschluss und der BBM ist nicht offensiver, oder wie habe ich das zu verstehen?

    Danke für eure Hilfe

    • Moin,

      ich würde mal ein Auge drauf haben, was im Spiel tatsächlich passiert. Der Spielmacher orientiert sich generell sehr stark am Ball – daher würde ich erwarten, dass er zunächst tief startet, während der BBM sich weiter vorne als Anspielstation anbietet. Im Laufe des Angriffs könnte es aber sein, dass der VeSm den BBM dann überholt und entsprechend besser an den Knipser angebunden wäre.

      Unabhängig davon würde ich mir darüber nicht zu viele Gedanken machen. Wenn die Taktik funktioniert, funktioniert sie – unabhängig davon, was auf der Taktiktafel angezeigt wird.

      Grüße Tery

  • Beim Scouting finde ich releativ oft Spieler mit dem Zusatz „ohne Ergeiz“. Sollte man um diese bei einer langfristigen Planung eher einen großen Bogen machen oder lassen sich diese (evtl. Mentoring?) noch „umerziehen“. Wie sieht das dann bei Mitarbeitern mit diesen Zusatz aus?

  • Ich habe ein Problem, was ich mir nicht erklären kann und deshalb auch keine Lösung dafür finde. Wenn ich bei Mannschaftsgefüge auf die Übersicht gehe, wird mir bei Kaderatmosphäre sehr gut und bei Unterstützung für den Trainer exellent angezeigt, aber bei Teambuildung über mehrere Wochen schon schlecht. Bei Unterpunkt wird da von mental enttäuschend gesprochen. Sehe ich mir die (individuelle) Zufriedenheit der Spieler an, sehe ich nur glücklich und begeistert. Außerdem bin ich Tabellenführer und Vorstand auch zufrieden. Also da kann ich mir den schlechten Wert bei Teambuildung absolut nicht nachvollziehen. Was habe ich falsch gemacht bzw. wie komme ich da ins Positive?

    • Hi Uwe,

      Teambuilding braucht Zeit, nicht nur wenn man neu ist oder viele Transfers tätigt. Ich lasse es daher fast die gesamte Saison über ein Mal pro Woche trainieren.

      Grüße Tery

      • Danke Dir für die schnelle Antwort. Habe jetzt im Trainig bei Automatismus an der Stellschraube gedreht und zumindest schon mal die Durchschnittsanzeige erreicht, es geht bergauf. – Noch eine andere Frage. Ist es zweckmäßig bei Mentoring vier verschiedene Gruppen (TW, Abwehr, Mittelfeld und Angriff) zu gründen oder welche Grundlagen sollen die Entscheidung zur Anzahl u. Zusammensetzung bilden?

      • Moin Uwe,
        ich würde nicht mehr als drei, maximal vier Spieler in eine Gruppe packen und dann v.a. schauen, dass der Einfluss stimmt. Der Spieler mit der besten Persönlichkeit sollte den höchsten Einfluss auf die Gruppe haben. Da PPMs übertragen werden können, würde ich auch darauf ein Auge haben, nicht, dass da etwas Ungewolltes passiert.

        Grüße Tery

  • Servus Therry,

    erstmals auch von mir ein Danke für deine gewissenhafte Arbeit und ständiges updaten der Artikeln.

    Ich hätte auch ein Anliegen und eventuell kannst du mir den richtigen Anstoß zum umdenken geben 🙂

    Seit dem letzten update bekomme ich mein 4-4-2 (Raute) nicht mehr richtig zum laufen.
    Ich habe vor dem Update den 6er als Regista , die beiden ZM als Mezalla (AN & U) und den 10er als VOSM (UN) auflaufen lassen. Durch die beiden Mezalla (AN & U) hatte ich eine schöne vertikale Absicherung für meine beiden vorgeschobenen KFV (UN) wenn der Gegner Flankenläufe startet.
    Hintergedanke war die Zentrale so zu Überladen um ÜZ zu schaffen und zusätzlich über die Flügel Druck zu machen bzw flanken schlagen zu können.

    Seit dem Update aber laufen die beiden Mezalla Vogelwild über den Platz und attackieren beide auf einer Seite des Spielfeldes sodass ich zusätzlich zu meinen Regista und dem KFV nun 4 Spieler habe die den Ballführenden Spieler am Flügel attackieren. Nun bin ich halt massiv auf lange diagonale Flugbälle anfällig.
    Vor dem Update konnte man ein richtig schönes Verschieben erkennen.

    Auch im Ballbesitz steht sich die Raute seid dem Update in der zentrale regelmäßig auf den Zehen, dadurch ist der Spielfluss massiv gestört und es kommt zu komischen Pässen weil die Abstände nicht mehr passen.

    Nur kurz zu Erklärung, wenn ich eine Taktik erstelle verfolge ich mehrere Spiele im 3D Modus Datenanalyst und Hauptaugenmerk liegt nicht am Ballführenden Spieler sondern auf den Mitspielern wie sie die Räume besetzen, offensiv wie auch defensiv.

    Bin mittlerweile am Überlegen den Regista gegen einen ZSM und die beiden Mezalla gegen Carrilero zu tauschen und die beide KFV wieder auf höhe der beiden IV zu schieben.

    Was hältst du von der Idee?

    • Edit: Horizontale Absicherung der beiden KFV durch die Mezalla meinte ich natürlich :)

    • Moin Benjamin,

      Danke für deinen Kommentar :) Deinen Ansatz finde ich gut – würde ich genau so ausprobieren. Alternativ auch BBM oder ZM, das würde ich einfach mal beobachten.

      Grüße Tery

      • Danke für die rasche Antwort. Zieht der ZM bzw. der BBM auf den Flügel raus oder bleibt der strickt in der Mitte.
        Kannst du dir erklären warum die beiden Mezalla nun so extrem attackieren, vor allem warum der linke auf der rechten Seite attackiert und umgekehrt?

      • Der Mezzalla ist halt eine offensiv denkende Freirolle – insofern hätte ich das Verhalten eigentlich vorher schon erwartet.

        Der BBM sucht sich seine Räume (Position verlassen kannst du aber auch dem ZM geben), ist aber nicht ganz so auf die Halbräume/Flügel fixiert wie der Mezzalla.

        Da würde ich an deiner Stelle einfach mal experimentieren.

        Grüße Tery

      • Ah, ok. hätte mir schon erwartet wenn es zwei ZM gibt das hier der eine eher links und er andere rechts absichert bzw sie selber erkennen das die Seite komplett überladen ist und dadurch nicht eingreifen.
        Gibt es dann für meine Idee überhaupt eine passende Spielerrolle?
        Kann ich mir ein Eigenverantwortliches handeln erwarten, wenn sowas überhaupt gibt? Sprich erkennen wann Hilfe benötigt wird und wann es überflüssig ist
        Ajo und Sorry für Therry :), habe das mit T. Henry in Verbindung gesetzt

        Gruß
        Benjamin

      • Kein Ding :)

        Für das „eigenverantwortliche Handeln“ sind die Attribute zuständig: zum Beispiel Teamwork, Antizipation, Entscheidungen etc.

        Es wird da schon eine Spielerrolle geben bzw eher eine Kombination von Spielerrollen. Da hilft dann aber nur die Praxis um das herauszufinden. Ich drücke die Daumen!

        Grüße Tery

      • Ok, dann werde ich da mal probieren.
        Was mir halt seit dem Update auch aufgefallen ist, das die AV zb ewig warten den Ball zu flanken bis der Gegner sie zustellt und es dann trotzdem versuchen bzw das die Tacklings extrem stark geworden sind und es fast kein Überlaufen mehr ermöglicht. Angesprochener AV ist Hector von Köln, also eigentlich eh kein Nasenbohrer :)

        Aber vielleicht täuscht das ganze ja auch etwas?!

  • Pingback: Eine eigene Taktik erstellen — so geht's | FM.Zweierkette

  • Hallo. Ich muss mich zuerst mal dem Lob hier anschließen – wirklich sehr gelungene Arbeit. Eine Sache bereitet mir aber noch ein wenig Kopfschmerzen und konnte ich bisher nirgendwo finden. Deswegen frage ich mal hier nach:

    Es kommt vor, dass unter den individuellen Spieleranweisungen „Konflikte mit Rollen“ auftauchen. Ich bin dann dazu geneigt andere Spiellerrollen zu finden, wo ich keine Konflikte habe. Diese Rollen sind dann aber eigentlich unpassend (Grundausrichtung, System). Darüber hinaus verstehe ich die Konflikte einfach nicht. Entweder bin ich zu blöd oder vllt ist die Übersetzung im Spiel nicht eindeutig? Jedenfalls heißt es bspw. für „Position verlassen: Für diese Rolle / Aufgabe bereits wirksam. „Position verlassen“ ermutigt den Spieler, sich von seiner Position zu lösen und sich in Räume auf dem Spielfeld zu suchen, in denen er effektiver ist“

    Bei einem KoS im 4-4-2 Ballbesitz macht das für mich durchaus Sinn und ist eben vorgegeben, kann ich also nicht wegmachen. Ich lese aus dem „Konflikt“ auch nicht raus, dass es weg müsste, ein Konflikt müsste also sein „Spieler verlässt Position, sollte sie aber besser halten“. Klingt für mich alles etwas paradox. Heißt Frage: Kennst du dich damit aus? Ist das zu vernachlässigen?

    Gleich noch zwei Verständnisfragen hinterher: Habe ich den ganzen Blogs richtig entnommen, dass es a) nicht wichtig ist, dass ein Spieler auf seiner persönlich besten Position spielt (grüne Kugel) und b) es auch nicht entscheidend ist, dass meine Analysefelder möglichst stark aufgestellt und am besten keine Problemzonen aufweisen. (Klar, beides sollte so gut wie möglich sein, aber stehen dem Gesamtkostrukt unter?).

    Vielen Dank und sportliche Grüße

    • Hallo Taktiker,

      danke für deinen Kommentar und das Lob – freut uns sehr :)

      Zu deinen Fragen:
      # Konflikte zwischen Spieleranweisungen (PI) und Rollen: Letztlich sind Rollen nichts anderes als ein Bündel von Spieleranweisungen (plus ein bisschen was unter der Haube) – insofern würde es wenig Sinn machen, z.B. einen auf Flanken fokussierten Flügelspieler aufzustellen und ihm dann die Flanken per PI zu untersagen. Dafür solltest du dann auf eine andere Rolle zugreifen. Der Konflikt besagt also nur, dass die PI von anderer Stelle schon vorgegeben/untersagt wurde – nicht, dass es taktische Probleme gibt.

      PIs würde ich auf ein Mindestmaß reduzieren und versuchen, das gewünschte Verhalten nur über Rollen abzubilden. Mit einzelnen PIs kannst du das dann leicht nach Spielweise/Spieler anpassen. Deutlich wichtiger ist aber, dass die Rolle passt.

      # Spieler auf stärkster Position einsetzen: Klar ist es sinnvoll, Spieler auf ihrer stärksten Position einzusetzen – das heißt aber nicht, dass sie auf einer fremden Position nicht ebenso gute Leistungen bringen können. Spieltechnisch ist dort halt das Attribut Entscheidungen reduziert.

      # Analysefelder: Wie beim Taktikerstellen generell geht es hier um eine Abwägung zwischen Stärken und Schwächen. Wer ein möglichst grünes Feld haben will, wird es nicht komplett im intensiven Grün haben, d.h. überall auf dem Feld präsent sein, aber keine speziellen Bereiche komplett dominieren. Wenn du z.B. eine enge Formation spielst, dominierst du dafür das Zentrum auf Kosten der Flanken – was völlig okay ist.

      Ich hoffe, dass dir die Antworten fürs erste weiterhelfen, sonst hake gerne nochmal nach :)

      Grüße Tery

      P.S. Herzliche Einladung auch auf unseren Discord, wo wir eine kompetente und einsteigerfreundliche FM-Community haben: https://FM.Zweierkette.de/discord

      • Hallo Tery,

        vielen Dank für deine schnelle Antwort. Letztlich habe ich mir so etwas gedacht, fande bzw. finde es halt irritierend, dass ein Konflikt angezeigt wird, obwohl Rolle und PI übereinstimmen.

        Sehr hilfreich ist aber auch noch mal die Info, dass die PIs prinzipiell in den Rollen stecken und daher nicht zu viele PIs zusätzlich angesagt werden sollten. Danke.

        Grüße

      • Hallo Tery,

        ich melde mich nochmal mit einer Frage. Ich habe zwar eine Vermutung, aber gehe lieber auf Nummer sicher. Wie verhalten sich Team- und Spieleranweisung, wenn sie identisch sind. Also bspw. wenn ich in der Angriffsbreite „enger stehe“ und meine AVs jetzt noch per PI anweisen würde „enger zu stehen“ – ist die PI dann irrelevant, weil schon durch Teamanweisung geschehen oder potenziert sich die Anweisung und mein AV rückt möglicherweise weiter ein als ich will?

        Vielen Dank und Grüße

      • Hallo Taktiker,

        die Spieleranweisungen wirken auf Basis der Teamanweisungen. D.h. bei der Teamanweisung “mehr Pressing“ wird ein Spieler, der weniger pressen soll, immer noch mehr pressen, als wenn die Teamanweisung nicht aktiv wäre. Du kannst dir das (stark vereinfacht) als Addition wie 1+1 vorstellen, auch wenn es unter der Haube nicht ganz so simpel ist.

        Grüße Tery

      • Die „Addition“ würde ja auch gewissermaßen Sinn ergeben, daher entscheide ich mich auch gegen die zusätzliche Anweisung „enger stehen“. Die Teamanweisung sollte hier durchaus reichen, bevor das Feld zu „klein“ wird.

        Danke dir abermals. Grüße

  • Pingback: Football Manager: Spielerrollen und ihre Abkürzungen | FM.Zweierkette.de

  • vonreichsmueller

    Super Tery. Danke für dein Update und das sogar vor öffiziellem Release.

  • Herzlichen Dank Tery für die prompte Übersetzung. Hab dann gleich mal einen Carrilero in mein 4-4-2 eingebaut und bereue es bislang keinesfalls. Weiterhin Top Seite mit Top Artikeln, mach weiter so!

  • Kleiner Fehler beim Falschen Flügelspieler: „Der falsche Außenverteidiger funktioniert am besten, wenn der stärkste Fuß der Seite, auf der er spielt, entgegengesetzt ist.“ Ich glaube du meinst den falschen Flügelspieler.

  • vonreichsmueller

    Danke. 1. verstehe ich. Da sind die Seiten aber nicht konvertiert und das mit dem pdf-drucker klappt bei mir leider nicht.

  • vonreichsmueller

    Hi. Super gemacht von dir. Könntest du diese Seite mal als pdf bereitstellen? Würde die mir gerne mal ausdrucken und beim Taktiken erstellen lesen.

    • Hi – Danke für deinen Kommentar!
      Normalerweise kannst du dir die Seite über die Drucken-Funktion des Browsers und einen entsprechenden PDF-Drucker als PDF speichern.

      Grüße Tery

  • Suuuuuuper. Vielen Dank.

  • Super Beitrag. Hast du vielleicht auch mal vor das mit den Synergien zu erstellen? Welche Rollen passen jeweils zusammen usw.? Ich habe da nämlich noch so meine Probleme. Ebenso mit den „Sitter“ und „runner“ Wäre toll, wenn du nach langer Zeit mal so etwas machen würdest. Auf englisch gibt es das ganze ja schon, ist aber doch sehr anstrengend zu lesen.

    • Danke für deinen Kommentar. Au der Liste habe ich (neben anderen) das Thema „Synergien“ noch – allerdings kann ich nicht sagen, wann ich dazu komme. Vergessen ist es aber nicht.

  • In wie weit haben sich die Spielerrollen von der 2015er Version zu 2016er Version geändert?
    Ich habe die erste Saison (bin Neuling) nur die Standardrollen genommen würde aber nun mehr ins Detail gehen.

    Und gibt es etws Vergleichbares für Spieleranweisungen?
    So nach der Art das ich Spielern sage bei eigenem Ball besitz nach vorne und bei generischem Ball besitz zurück ziehen?

  • „Pairs und Combinations“ finde ich persönlich gar nicht so schrecklich gut. Es werden zwar ein paar sinnvolle Kombinationen aufgeführt, aber ich vermisse da Beschreibungen, wie sich Rollen nicht nur horizontal, sondern auch vertikal auswirken. Jetzt kann ich wieder mal prima an Dagoberts Ausführungen zur Abseitsfalle anknüpfen, um ein Beispiel zu geben: ich habe die Erfahrung gemacht – obwohl ich eigentlich kein Freund davon bin, einen einzelnen DM als BEM auf die „6“ zu setzen – dass ein BEM auf der „6“ ein besseres funktionieren der Abseitsfalle gewährleistet, während hingegen ein „tiefer 6er“ die Abseitsfalle eher „verschlechtert“, andererseits ist der „tiefe 6er“ für defensive oder auf Konter ausgerichtete Systeme OHNE Abseitsfalle die bessere Wahl, wie man ja auch deinen (also Terys) Beschreibungen entnehmen kann. Einen Guide in dieser Richtung fände ich sehr aufschlussreich – weil ich mir eben nicht sicher bin, ob das alles nur subjektive Wahrnehmungen sind. Mir selbst traue ich einen solchen Guide definitiv nicht zu: wenn ich lese, was Leute wie Cleon oder du da so verfassen, bin ich (in taktischer Hinsicht) echt ein kleines Licht :D

    • Cleon spielt aber nochmal zwei, drei Klassen über mir :D Ob du dir das zutrauen kannst, erfährst du erst, wenn du es probierst – ich hab am Anfang auch nicht gedacht, dass meinen Kram mal jemand liest ;) Biete dir gerne meine Unterstützung an, falls du es wagen möchtest. Hier dürfen auch Gastbeiträge hin ;)

      Die Verbindung von Abseitsfalle und Sechser höre ich das erste Mal – ein interessanter Ansatz. Generell könnte man schauen, welche Spieler in welchen Systemen zurecht kommen bzw welche auf bestimmte Systeme festgelegt sind. Das Problem ist halt, dass man da ohne saubere Klassifizierung nicht weiterkommt. Und die hinzubekommen ist aus zwei Gründen schwierig: A.) ist das sehr komplex, sodass ich nicht weiß, ob man das überblickt ohne eine Doktorarbeit draus zu machen und B.) nimmt man damit wieder Festschreibungen vor, die andere Leute davon abhalten (können), außerhalb des Vorgegebenen Rahmens zu denken.

      Deshalb tendiere ich eher zu einfachen Prinzipien – also schauen, dass man Absicherungen, Läufer und Passspieler hat usw. Ich überlege sogar, dass so zu machen, dass ich gar keine Rollen erwähne :-O

      Mal sehn…

      • Das mit der Abseitsfalle kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, und habe dies auch noch nicht beobachten können. Einen Zusammenhang könnte dann bestehen wenn du enger decken lässt und der 10er deinen 6er hinter die Kette „drückt“. Das würde dann aber prinzipiell auf jeden 6er / 8er Sitter zutreffen.
        Habe zum Thema Abseitsfalle auch im Beitrag Mentalität einen Beitrag geschrieben.

        Am Interessantesten für das Zusammenspiel in Teil 4 wäre, die gegenseitige Beeinflussung von Positionen, vor allem in der vertikalen. Habe beim Feintuning meiner aktuellen Taktik (4-4-2 Box Off) festgestellt, dass die F9 den direkt dahinter spielenden SS beim zurückfallen, mit nach hinten drückt, anstatt sich „überholen“ zu lassen, was ich eigentlich beabsichtigt hatte. Erst als ich die beiden leicht seitlich versetzt zu einander hatte, funktionierte das.
        Und diese gegenseitige Beeinflussung könnte man ewig auf andere Pärchen fortsetzen.

  • Den Goalscorer-Guide hab ich am WE ebenfalls entdeckt,kann Dagobert da nur zustimmen: die Beschreibung dort ist wirklich nahezu perfekt. Die (defensiven) Mittelfeld-Rollen in deinem (Terys) Guide sind wieder mal gut dargestellt. Ein kleiner Denkanstoß von mir: wenn ich in einem System einen „Balleroberer“ einsetze, verstehe ich ihn – zumindest mit der Unterstützen-Duty – durchaus eher als Teil meiner Offensiv-Abteilung, weil er relativ hoch presst und für Ballgewinne sorgen kann.

    Wie sieht es denn aus, in Sachen „Rollenverteilung“? Hast du da einen Guide geplant, welche Rollen sich ergänzen, im Zusammenspiel sinnvoll sind oder sich gegenseitig eher ausschließen? Könnte mir vorstellen, dass es da viele Diskussionen geben könnte :D

    • Offensivabteilung im Bezug auf die Absicherung: ja. Ansonsten ist er halt ein eingeschränkter Spezialist, der keine offensiven Besonderheiten aufweist.

      Ich habe vor generelle Prinzipien bei der Rollenverteilung anzusprechen, einen zweiten „Pairs and Combinations“ werde ich aber wahrscheinlich nicht verfassen. Aber mal sehen – erstmal hiermit fertig werden ;)

  • Noch ein Vorschlag für den Dritten Teil, die Stürmer. Bin da letztens über einen Beitrag im SI Forum von Cleon gestolpert:
    What Makes A Goalscorer?!
    Finde die Beschreibung viel Aussagekräftiger und detaillierter als in „Lines and Diamonds“. Und vor allem ist da auch der Defensivstürmer beschrieben. Damit habe ich es endlich hinbekommen ohne langes Probieren den richtigen Stürmertyp für mein System auszuwählen.

  • Saubere Arbeit, gefällt mir sehr gut, wie immer!
    Eine Frage zu Außen- und Flügelverteidigern: Habe ich das richtig verstanden, dass Flügelverteidiger/Flügelspieler dem Spiel mehr Breite geben als Außenverteidiger/Äußere Mittelfeldspieler? Oder hängt das jeweils von den Dutys ab und ein verteidigender FV steht genau so eng, wie ein verteidigender AV, ein unterstützender FV genau so wie ein unterstützender AV und so weiter?

  • Sehr anschaulich beschrieben. Es ist gut verständlich, wo jede Rolle ihre Stärken und Aufgaben hat. Wenn du zum Ende jeweils nochmal eine kleine Tabelle anfügen würdest, aus der ersichtlich würde, welche Rolle unter Generalisten o.ä. fällt, wäre es perfekt

  • Wie immer super Arbeit. Ungefähr so hatte ich mir das gewünscht.
    Eine kleine Anmerkung hätte ich aber. Wäre es möglich, wo notwendig, die Beeinflussung / Eingliederung mit den vertikalen Nachbarn zu Beschreiben?
    Im Teil eins wäre das der Offensive Libero. Wie gliedert er sich in Verbindung mit den 1-3 IV vor ihm, bei Ballbesitz und ohne, in eine Kette ein, oder eben nicht, bzw. verändern die IV dadurch ihre horizontale Position, wenn dahinter ein Libero spielt.
    In den weiteren Teilen wäre das zum Beispiel, bei gegnerischem Ballbesitz, die mögliche Kettenbildung zwischen Spielern die im DM, ZM und OM zentral spielen. Inwiefern würde da überhaupt eine Kette gebildet, oder stehen die dann voreinander wie eine Perlenkette, statt nebeneinander?
    Ansonsten sind die Rollen sehr gut beschrieben, insbesondere die Arbeitsbereiche sind gut ausgearbeitet. Es ist eine deutliche Unterscheidung der Risikofreudigkeit und offensiven Grundposition zwischen den einzelnen AV’ern erkennbar. Wenn Du das jetzt noch für die anderen beiden Teile beibehalten kannst, insbesondere in diesem Detailgrad, wird das ein erstklassiger Guide.

    • Ich werde es zumindest versuchen, wobei THoG mir das natürlich relativ einfach macht. Bei manchen Begriffen hingegen fehlt eine deutsche Entsprechung in der Fußball-Terminologie. Aus dem Grund habe ich Penetration z.B. hin und wieder so übernommen, da mir „Überwindung der gegnerischen Defensive“ auf Dauer zu sperrig war.

      Den Teil mit den Wechselwirkungen/Kombinationen von Rollen werde ich versuchen abzudecken, sobald ich mit den einzelnen Rollen durch bin. In welcher Form das geschieht, weiß ich aber noch nicht.

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