Die Teamanweisungen

Eine Taktik besteht im Football Manager aus einer Vielzahl an Einstellungen. Mithilfe der Teamanweisungen kannst du den Spielstil deiner Mannschaft weiter nach deinen Vorstellungen formen. Gleichzeitig geben sie dir effektive Mittel an die Hand, um auf Entwicklungen im Spiel zu reagieren. In diesem Guide schauen wir uns jede Anweisung und ihre Auswirkungen an.

Im Kompendium findest du einen tabellarischen Überblick über die Teamanweisungen auf Englisch und Deutsch.

Wichtig ist: Teamanweisungen sind kein Allheilmittel und es gibt keine einzige, die man aktivieren muss. Der Sinn jeder Anweisung ergibt sich nur aus dem jeweiligen Kontext – deiner Taktik, deinen Spielern, dem Gegner und der Spielsituation. Wie willst du spielen? Wie viel Risiko musst du gehen? Wo sind die Schwächen des Gegners? Je genauer du die Antworten auf diese Fragen für dich klar hast, desto einfacher wird es dir fallen, die Anweisungen gewinnbringend einzusetzen.

Im Folgenden hangeln wir uns durch die einzelnen Bereiche des Teamanweisungs-Bildschirms:

Die Teamanweisungen im Football Manager 2018

Mentalität und Dynamik

Diese beiden Einstellungen haben den größten Einfluss auf die Taktik und die Spielweise deines Teams. Trotzdem (oder deswegen) haben viele ihre liebe Not damit.

Mentalität wird sehr oft fehlinterpretiert. Schuld daran sind die irreführenden Bezeichnungen, die z.B. dazu verleiten zu glauben, dass man nur mit der Mentalität „Konter“ wirklich Konterfußball spielen kann. Das stimmt so nicht, denn man kann jede Art von Fußball mit jeder Mentalität spielen lassen!

Für mich bin ich dazu übergegangen, den Begriff Mentalität durch Risikofreude zu ersetzen. „Angreifen“ wäre dann „hohes Risiko“ und „Kontern“ hieße „weniger Risiko“. Ohne zu sehr in die Tiefe gehen zu wollen, denke ich, dass so etwas deutlicher wird, was mit Mentalität gemeint ist und wie sie sich auswirkt.

Wenn du tiefer in das Thema einsteigen willst, findest du hier einen ganzen Guide zur Mentalität im Football Manager.

Auch bei der Dynamik gibt es viele Interpretationen über die Auswirkungen. Doch auch hierfür habe ich eine schlichtere Definition gefunden, die mir die Auswirkungen klarer macht: Die Dynamik legt letztendlich die persönliche Freiheit des Spielers fest.

Stark vereinfacht: Je dynamischer du dein Team spielen lässt, desto mehr werden sich die Spieler an der Mannschaftsmentalität orientieren und ihre eigene Rolle/Duty vernachlässigen. Am Beispiel eines Spielers mit der Rolle Flügelspieler: mit sehr strikter Dynamik würde er in den meisten Spielsituationen eine Lösung wählen, die seiner Rolle und Duty entspricht (zur Grundlinie durchlaufen, um eine Flanke zu schlagen) und nur äußerst selten aus seiner Rolle ausbrechen. Spielt er hingegen in einer dynamischen Mannschaftsmentalität, kommt das öfter vor und er wird situationsbedingt auch mal eine unorthodoxe Lösung wählen und z.B. mit dem Ball nach Innen ziehen.

Weitere praktikable Erklärungen zur Dynamik findest du hier: „Was macht eigentlich die Dynamik?“

Zusammengefasst:

  • Mentalität = Risikofreude
  • Die Dynamik beeinflusst die kreative Freiheit der einzelnen Spieler

Diese beiden Einstellungen bilden also das Grundgerüst für die Mannschaft. Dieses kann man durch Teamanweisungen weiter an seine Wunschvorstellungen anpassen.

(Wenn du dir noch nicht ganz sicher bist, was die einzelnen Mentalitäten bewirken, lies dich erst da ein, bevor du hier weitermachst.)

Tempo

(engl. Tempo)

Mit höherem Tempo werden deine Spieler ihre Aktionen schneller ausführen und somit den Ball schneller zirkulieren lassen. Das setzt im Idealfall den Gegner unter Druck, da ihm weniger Zeit gegeben wird.

Die reduzierte Zeit für die Entscheidungsfindung erhöht jedoch gleichzeitig die Fehleranfälligkeit, worunter die Präzision bei Pässen oder dem Torabschluss leiden kann.

Bei geringerem Tempo lässt sich der Spieler mehr Zeit, um seine Optionen abzuwägen. Das ist gut, wenn die Mannschaft Kraft sparen oder den Gegner durch geduldige Passstafetten zermürben will. Jedoch kann die Durchschlagskraft darunter leiden.

Lasst es kurz ruhiger angehen

(engl. Take A Breather)

Verschafft deinem Team eine Verschnaufpause – sei es, weil du die Kräfte bei einer Führung für kommende Aufgaben schonen willst oder weil das Wetter extrem heiß ist. Durch die Anweisung wird das Tempo reduziert und einige der kräftezehrenderen Anweisungen (z.B. höheres Pressing) abgeschaltet.

Zeitspiel

(engl. Waste Time)

Deine Spieler werden mit aller Macht versuchen, Zeit von der Uhr zu nehmen, indem der Torwart sich beim Abstoß Zeit lässt, der Stürmer zur Eckfahne dribbelt usw. Du kennst die Spielchen. Die Anweisung ist nur in den Mentalitäten Defensiv und Ultradefensiv verfügbar.

Breite

(engl. Width)

Hier wird festgelegt, welchen horizontalen Abstand Deine Spieler in der Grundformation zueinander haben. Stell dir deine Viererkette als Ziehharmonika vor: Auf „sehr eng“ ist sie gequetscht, auf „sehr weit“ auseinandergezogen:

Mit geringer Breite …

… und mit viel Breite

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit der Einstellung kannst du feiner justieren, wo du dem Gegner Räume gewährst bzw. welche Räume du bevorzugt nutzen willst. Das gilt für die Defensive genauso wie für die Offensive: Wenn du gegen einen tief stehenden Gegner Probleme hast, lohnt es sich häufig, breiter zu stehen, um den Gegner auseinander zu ziehen – zumindest solange er es nicht schafft, die mangelnde Kompaktheit zu seinem Vorteil auszunutzen.

Verteidigung

Defensivlinie

(engl. Defensive Line)

Bestimmt in erster Linie, wo auf dem Feld sich deine Defensivreihe aufbaut. Somit hat sie Einfluss darauf, wie viel freien Raum die Verteidiger hinter sich frei lassen. Die Position deiner Abwehr beeinflusst natürlich auch die Positionierung der anderen Mannschaftsteile.

Tiefe Defensivlinie …

… und hohe Linie.

Während die Breite festlegt, welche Räume du horizontal bevorzugt besetzen willst, bestimmt die Höhe der Abwehrlinie, welche Räume das vertikal sind. Wenn du den Gegner in seiner Hälfte einschnüren willst, benötigst du eine hoch stehende Abwehr. Sei dir aber bewusst, dass ein langer Ball und ein schneller Gegner unter Umständen ausreichen, um den großen Raum im Rücken deiner Abwehr auszunutzen.

Mit einer tiefen Abwehr reduzierst du diesen Raum und erschwerst Durchbrüche für den Gegner. Dafür hat er mehr Platz, um sein Spiel aufzubauen – Platz, den du im Falle eines Ballgewinns selbst nutzen könntest … (Wenn er dich nicht einschnürt.)

Abseitsfalle anwenden

(engl. Use Offside Trap)

Zuerst einmal gilt, dass deine Verteidiger auch ohne diese Einstellung grundsätzlich versuchen werden, den Gegner ins Abseits zu stellen. Mit Aktivierung der Abseitsfalle legen sie jedoch einen größeren Fokus darauf und gehen dabei etwas mehr Risiko.

Pressing

(engl. Pressing)

Mit dieser Einstellung bestimmst du, wie früh deine Spieler einen Gegner attackieren: Mit wenig Pressing bleiben sie eher auf ihrer Position und halten die Reihen geschlossen; bei erhöhtem Pressing rücken sie früher raus, um den Gegner unter Druck zu setzen.

Wie alle anderen der bisher genannten Einstellungen, wird auch das Pressing von der Mentalität beeinflusst. Je offensiver die Mentalität, desto aggressiver ist das Pressing schon von Haus aus.

Torwart an kurzem Abspiel hindern

(engl. Prevent Short GK Distribution)

Aktivierst du diese Anweisung, werden deine Stürmer und offensiven Außen häufiger den gegnerischen Keeper anlaufen, wenn dieser in Ballbesitz ist, und die Innenvertediger zustellen. Der Rest der Mannschaft lässt sich gleichzeitig etwas tiefer fallen, damit der dadurch (hoffentlich) provozierte lange Schlag nicht in den Rücken der Abwehr kommt und bequem geklärt werden kann.

Enger decken

(engl. Use Tighter Marking)

Diese Einstellung verlängert den Weg, den deine Spieler einem Gegenspieler folgen. Das kann hilfreich sein, um den Druck konstant hoch zu halten, reißt unter Umständen jedoch auch Lücken in deine Formation – gerade, wenn sich ein Gegner aus seiner Bewachung lösen kann.

Tackling

Mehr in die Zweikämpfe gehen

(engl. Get Stuck In)

Diese Anweisung verwandelt deine Spieler in kleine Gattusos. Sie werden bei jeder Gelegenheit zur Grätsche ansetzen, um dem Gegner den Ball wieder abzujagen – also auch in weniger aussichtsreichen Situationen. Natürlich erhöht sich dadurch die Anzahl der Fouls (und somit der Karten), aber einem leicht zu verunsichernden Gegner kann man damit hervorragend den Schneid abkaufen (insbesondere Spielern mit wenig Mut).

Aber Achtung: Schiedsrichter sind im Football Manager wie im echten Leben unterschiedlich streng. Bei manchen kann man sich mehr erlauben, bei anderen weniger. Das sollte man immer im Blick haben.

Im Duell auf den Beinen bleiben

(engl. Stay On Feet)

Das Gegenteil der vorherigen Anweisung. Hier werden deine Spieler vermehrt versuchen, den Gegner zu stellen und nur in den Zweikampf gehen, wenn die Chancen auf einen Ballgewinn gut stehen (oder es höchste Eisenbahn ist). Ein Spieler, der nicht grätscht, bleibt im Spiel, auch wenn er ausgedribbelt wurde, und bietet dem Gegner kein willkommenes Bein zum Stolpern an.

Spielaufbau

Ball zu den Seiten klären

(engl. Clear Ball to Flanks)

Ist deine Abwehr unter Druck, werden klärende Bälle bevorzugt auf die Flügel gespielt. Diese Anweisung wäre eine gute Wahl, wenn der Gegner dich einschnürt und du über schnelle Außenspieler verfügst – oder kurz vor Schluss Zeit schinden willst.

Über den linken/rechten Flügel

(engl. Exploit the Flanks)

Wenn du den Spielaufbau auf einen oder beide Flügel verschieben möchtest oder dir der Gegner im Zentrum das Leben schwer macht, ist dies die Anweisung deiner Wahl. Die Spieler auf der jeweiligen Seite agieren dann etwas direkter und versuchen mehr Läufe nach vorne.

Ball in den Sechzehner hauen

(engl. Pump Ball Into Box)

„Lang und weit bringt Sicherheit“ – Wenn du auf einen geordneten Spielaufbau verzichten kannst oder verzichten musst, werden deine Spieler mit dieser Anweisung versuchen, dass Spielgerät ohne Umschweife in den gegnerischen Strafraum zu befördern.

Durch die Mitte

(engl. Exploit the Middle)

Das Gegenteil von „Über den … Flügel“. Besonders nützlich, wenn du im Zentrum über besonders starke Spieler verfügst oder der Gegner dort Schwächen offenbart. Mit der Anweisung werden alle zentralen Mittelfeldspieler, die keine Verteidigen-Duty haben, sich vermehrt nach vorne einschalten.

Spielaufbau mit Kurzpässen

(engl. Play Out Of Defence)

Wenn du flach und gepflegt von hinten aufbauen möchtest, ist das deine Anweisung. Achte nur darauf, dass deine Abwehrspieler dazu auch in der Lage sind und sie passende Anspielstationen haben. Wichtig: Auf den offensiveren Mentalitäten spielt die Abwehr bereits bevorzugt kurze Pässe – mit dieser Anweisung könnte das zu viel des Guten werden.

Pass in die Tiefe

(engl. Pass Into Space)

Einfach gesagt: Ohne diese Anweisung spielt ein Spieler den Ball dem Mitspieler in den Fuß. Mit dieser Anweisung wird der Ball dem Mitspieler in den Lauf gespielt. Ist diese Anweisung aktiviert, werden alle Spieler dazu ermutigt, Steilpässe zu spielen. Möchtest du nur einzelne Spieler dazu ermutigen, solltest du ihnen eine Spielmacher-Rolle oder eine individuelle Anweisung geben.

Passspiel

(engl. Passing)

Dieser Regler beeinflusst zwei Dinge: die Passlänge und die Richtung des Passes. Wählst du „kurze Pässe“ aus, werden – wie überraschend! – überwiegend kurze Pässe gespielt, was öfters auch mal einen Quer- oder Rückpass zur Folge hat. Am anderen Ende der Skala („Langer Hafer“) versuchen deine Spieler, den Ball so oft wie möglich nach vorne zu spielen.

Ball halten

(engl. Retain Possession)

Diese Anweisung reduziert Tempo und Passlänge, sodass die Spieler den Ball in den eigenen Reihen halten werden. Ballbesitz wird groß geschrieben, Durchbrüche werden nur in aussichtsreichen Situationen angestrebt. Im Idealfall führt das zur Dominanz, im schlimmsten Fall zu gähnender Langeweile.

Kreative Freiheit

Kreativer spielen

(engl. Be More Expressive)

Mit dieser Anweisung erhöhst du die kreative Freiheit der gesamten Mannschaft, sodass die Spieler vermehrt ihre eigenen Entscheidungen treffen dürfen. Damit erhöhst du, bildlich gesprochen, die Anzahl der Werkzeuge in ihrem Werkzeugkasten – aber auch die Chance, dass sie das falsche wählen. Wie immer hängt Sinn und Unsinn der Anweisung vom Kontext ab, z.B. deinen Spielern oder dem Grad deiner Verzweiflung.

Disziplinierter spielen

(engl. Be More Disciplined)

Das exakte Gegenteil der vorherigen Anweisung: Die Spieler sollen sich mehr an deinem Plan orientieren und eigene Ideen hintanstellen. Das verbessert normalerweise die mannschaftliche Geschlossenheit.

Angriff

Flanken früh schlagen

(engl. Hit Early Crosses)

Mit dieser Anweisung werden deine Außenspieler den Ball so schnell wie möglich ins Zentrum befördern und nicht erst versuchen, auf die Grundlinie zu gelangen.

Das kann eine nützliche Strategie gegen offensive, aufgerückte Gegner sein, um mit einem langen Ball von Außen den Stürmer in den Rücken der Abwehr zu schicken.

Mitspieler hinterlaufen

(engl. Look for Overlap)

Falls du über offensivstarke Außenverteidiger verfügst, animiert diese Option sie, sich vermehrt in die Offensive einzuschalten. Falls vor ihnen ein weiterer Außenspieler agiert, wird dieser öfter den Ball halten, um auf den aufrückenden Außenverteidiger zu warten.

Anspielstation innen suchen

(engl. Look for Underlap)

Mit dieser Anweisung werden deine Außenspieler nicht mehr so häufig und so schnell flanken, sondern eher darauf warten, dass sich ihnen eine zentrale Passoption bietet (z.B. ein falscher Außenverteidiger).

Schießen bei freier Bahn

(engl. Shoot On Sight)

„Schießen bei freier Bahn“ ermutigt deine Spieler, bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Abschluss zu suchen – auch aus wenig aussichtsreichen Positionen oder aus der Ferne. Das führt in der Regel zu mehr Abschlüssen, die dafür geringere Qualität haben.

Wenn deine Mannschaft über gute Distanzschützen verfügt, der gegnerische Torwart wackelig wirkt (oder ein Feldspieler ist) oder du kaum zu Abschlüssen kommst, solltest du diese Option in Betracht ziehen.

Geduldig spielen

(engl. Work Ball Into Box)

Das genaue Gegenteil der vorherigen Anweisung. Alle Spieler werden dazu angehalten, seltener zu flanken und seltener aus der Distanz zu schießen. Beides wird noch vorkommen, wenn der Spieler das als mit Abstand beste Option sieht (oder keine andere Option hat). Generell sollte „Geduldig spielen“ die Anzahl der Abschlüsse reduzieren, aber deren Qualität erhöhen.

Vorsicht: Haben deine Spieler wenig Selbstvertrauen oder sind extrem mannschaftsdienlich, kann es dir passieren, dass ein Spieler sogar noch auf der Torlinie einen besser postierten Mitspieler sucht …

Art der Flanken

Weite Flanken

(engl. Float Crosses)

„Hohe Flanken“ würde es wahrscheinlich besser treffen, dennoch wird bei dieser Anweisung der Bereich vor dem langen Pfosten anvisiert. Steht Horst Hrubesch in deinem Sturmzentrum oder bietest du einen torgefährlichen Außenstürmer auf der Gegenseite auf, ist diese Option sinnvoll.

Kraftvolle Flanken

(engl. Whipped Crosses)

Versammeln sich regelmäßig wahre Menschenmassen im gegnerischen Strafraum, wird der Flankengeber mit maximaler Kraft in das Getümmel schießen: Mit etwas Glück wird der Ball so abgefälscht, dass die Kugel irgendwie im Tor landet …

Flache Flanken

(engl. Low Crosses)

Eine gute Option, wenn du über schnelle oder kopfballschwache Stürmer verfügst, die du (ggf. in Kombination mit frühen Flanken) auf die Reise schicken kannst. Eine weniger gute Option, wenn der Strafraum stark bevölkert ist.

Variable Flanken

(engl. Mixed Crosses)

Die Ausführung bleibt dem Flankengeber überlassen. (Was nicht bedeutet, dass eine der oben genannten Optionen alle anderen automatisch ausschließt.)

Dribbling

Verteidigung ausdribbeln

(engl. Run At Defence)

Verfügst du über gute Dribbler oder steht der Gegner besonders kompakt, solltest du diese Anweisung erwägen. Sie ermutigt alle Offensivspieler vermehrt zu Dribblings. Vielleicht können deine Spieler im direkten Duell Räume öffnen oder zumindest Fouls ziehen und Standards provozieren.

Seltener dribbeln

(engl. Dribble Less)

Das Gegenteil der vorherigen Anweisung. Sie hält deine Spieler dazu an, den Ball lieber abzuspielen, anstatt sich in einen Zweikampf verwickeln zu lassen.

Positionstreue

Position halten

(engl. Stick To Position)

Sorgt dafür, dass die Spieler sich nicht allzu weit von ihrer Grundposition entfernen. Damit kannst du alle in deiner Formation belegten Räume besetzt halten, was sowohl für das Positionsspiel als auch für die defensive Kompaktheit sinnvoll sein kann.

Position verlassen

(engl. Roam From Position)

Deine Spieler dürfen auf der Suche nach nutzbaren Räumen ihre Grundposition verlassen. Manche Rollen kommen von Haus aus bereits mit dieser Anweisung, hier gewährst du deiner ganzen Mannschaft diese Freiheit.

Das ist z.B. hilfreich, wenn du etwas mehr Bewegung brauchst, um die gegnerische Abwehr auseinander zu ziehen.

Fazit

Wie mehrfach erwähnt, ist eine Teamanweisung nur im gesamten Kontext zu beurteilen und kommt mit Vor- und Nachteilen daher. Manche definieren eine Taktik von Anfang an mit, andere kommen nur situativ zum Einsatz, um eine Schwäche des Gegners anzugreifen oder eine eigene zu kaschieren.

Glücklicherweise hat sich der Football Manager in den letzten Jahren grafisch so weiterentwickelt, dass die Auswirkungen schon im Menü visualisiert werden. So erkennt man, dass eine höhere Defensivline mit Mentalität Verteidigen immer noch tiefer steht als auf Kontrolle.

Jede Anweisung bezieht sich auf die gesamte Mannschaft und hat – bis auf ein paar Ausnahmen – eine Entsprechung bei den Spieleranweisungen. Wenn du also nicht alle Spieler zu härteren Tacklings anhalten willst, sondern nur deinen robusten ZM, dann gib ihm das als individuelle Anweisung mit.

Apropos:

Zusammenspiel von Mentalität, Team- und Spieleranweisungen

Die Mentalität bildet im Football Manager wie gesagt das Grundgerüst für die Taktik. Die Teamanweisungen modifizieren dieses Grundgerüst. Die Spieleranweisungen – als letztes Glied in der Kette – verändern dann innerhalb dieses Settings das Verhalten des einzelnen Spielers.

Konkret: Ein Innenverteidiger, der innerhalb eines Pressing-Systems weniger pressen soll, presst mehr, als ein Innenverteidiger, der innerhalb eines wenig pressenden Systems weniger pressen soll.

Zum Schluss

… ein herzliches Dankeschön an 53bast1an für die Steilvorlage zu diesem Guide und an lehnerbua für das Erstellen der Grafiken.

Ich hoffe, dass der Artikel dazu beitragen konnte, dein Verständnis für die Teamanweisungen im Football Manager zu vertiefen. Wie immer freuen wir uns über deine Kommentare :-)

7 Kommentare

  • Moin, habe letztens noch gedacht, dass so ein „Guide“ zu den Teamanweisungen mal klasse wäre…und da ist er!Super geschrieben – spiele den FM auch seit Jahren und habe dadurch dennoch einige neue Erkenntnisse/Ideen gewonnen. Danke dafür und weiter so!

  • Schöner Beitrag! Selbst als langjähriger FM-Spieler habe hier noch einige Erkenntnisse dazu gewinnen können. Also es lohnt sich den Artikel zu lesen!

    Interessant aber auch das hier stellenweise die (gute!) deutsche Übersetzung für ein kleines bisschen Verwirrung sorgt. Bspw. „Enger decken“ ist in der englischen Originalversion „Close down more“ und erklärt sich gerade auch mit der im Artikel genannten Beschreibung wesentlich besser.

    • Hi Sebastian,

      danke für deinen Kommentar und die freundlichen Worte!

      “Enger decken“ ist im Englischen “tighter marking“ – das Pressing wird auch oben separat behandelt.

      Grüße Tery

      • Aah, Asche über mein Haupt! Nehme alles zurück was ich über die deutsche Übersetzung gesagt habe!

      • :-)

        Habe deinen Kommentar als Anregung genommen und die englischen Begriffe noch ergänzt. Es gibt ja doch einige, die gerne auf Englisch spielen.

        Grüße Tery

    • Off Topic: Sebastian ist übrigens ein seeehr cooler Name! Und es ist auch erwiesen, dass man als „Sebastian“ den FM quasi in der DNA hat :D

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