Moneyball im Football Manager

Moneyball Football Manager FM

Moneyball im Football Manager – seit Alex Stewart diese Prinzipien in seinen Artikeln einer breiteren Spielerschaft bekannt gemacht hat, begegnet man diesen in der FM-Community immer wieder. Doch um was geht es bei Moneyball konkret?

Moneyball: Vom Baseball nach Hollywood …

Moneyball ist im professionellen Fußball noch relativ neu. Die US-Sportarten sind da aus verschiedenen Gründen deutlich weiter. Nicht umsonst geht die Herangehensweise auf den Baseball-Manager Billy Beane zurück, der die subjektive (Spieler-)Einschätzung von Trainern und Experten durch Statistiken ergänzte bzw. ganz ersetzte. So führte er ein unterdurchschnittliches Team in die Spitze – wenn ihm auch ein Titel verwehrt blieb. Dafür ist und bleibt sein Name eng mit dem Prinzip Moneyball verbunden – auch über Baseball hinaus. So wurde seine Geschichte verfilmt und Brad Pitt persönlich schlüpfte in die Rolle des innovativen Managers.

… und zum Fußball

Doch auch im Fußball bekommt Moneyball bzw. die dahinter liegenden Prinzipien zunehmend Aufmerksamkeit. So erfüllte sich der englische Analyst Matthew Benham damit einen Kindheitstraum: Er entwickelte einen Algorithmus, mithilfe dessen er den Ausgang von Sportergebnissen vorhersagte, gründete mit diesem Wissen ein Büro und wurde mit Sportwetten reich. Das erworbene Geld steckte er in seinen Lieblingsklub Brentford FC, der zur Zeit der Übernahme in Englands dritter Liga kickte und trat den Beweis an, dass die Methoden, die ihn zum reichen Mann machten, auch auf dem Platz Erfolg versprechen. 2014/15 scheiterte Brentford erst in den Playoffs am Aufstieg in die Premier League. Benham war nicht allzu überrascht – sein Algorithmus hatte es so vermutet.

Neben Brentford wird auch der dänische Verein FC Midtjylland mittlerweile nach Moneyball-Prinzipien geführt. Die Akteure sind jedoch zum Teil dieselben: Matthew Benham kaufte den Verein 2014. Auch hier ist es eine Erfolgsstory. Midtjylland gewann 2014/15 die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte – und das vier Spieltage vor Schluss.

Wann aus der noch verhältnismäßig kleinen Bewegung eine Riesenwelle wird, bleibt abzuwarten. Doch auch ohne die letzte Konsequenz von Moneyball zu erreichen, hat die statistische Analyse im Profifußball in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen. Bis ihr jedoch die absolute Vorrangstellung eingeräumt wird, bedarf es wohl einer neuen Generation von Funktionären. Immerhin: Thomas Tuchel nutzte sein Sabbatical vor dem Dortmund-Job auch dazu, Brentford einen Besuch abzustatten und sich intensiv mit Matthew Benham über dessen Ansatz auszutauschen.

Die Geschichte von Matthew Benham, Brentford und Midtjylland: Dieser blasse Physiker ist Tuchels BVB-Inspiration (Welt.de)

Moneyball im Football Manager

Nun aber zurück zum Football Manager. Wie kann man die Moneyball-Prinzipien auf die Möglichkeiten im FM übertragen? Dazu bedienen wir uns am besten direkt bei Alex Stewart, der folgende Regeln definiert hat:

  1. Geld ist besser in Spielergehälter angelegt als in Ablösesummen.
  2. Vermeide das Neuer-Trainer-Syndrom: Wenn du einen Klub übernimmst, kaufe und verkaufe nicht direkt Spieler
  3. Kaufe keine Spieler aufgrund ihrer Leistung bei internationalen Turnieren: die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sie überbewertet sind. Vergangene Leistungen sind kein Indikator für zukünftige Leistungen, vor allem wenn sie in einem anderen Team erbracht wurden. In einem Turnier gibt es spezielle Anreize und taktische Konzepte; außerdem ist die Stichprobengröße viel zu gering.
  4. Spieler einiger Nationen sind überbewertet, z.B. Holland, England und Brasilien.
  5. Verkaufe deine Spieler bevor sie anfangen abzubauen, spätestens wenn sie um die 30 Jahre alt sind (Torhüter ausgenommen)
  6. Nutze die Schwarmintelligenz: Beziehe deine Scouts und den Sportdirektor in deine Entscheidungen mit ein
  7. Kaufe Spieler mit Anfang 20: Sie sind noch entwicklungsfähig und Statistiken haben noch höhere Aussagekraft.
  8. Stürmer kosten mehr als sie sollten.
  9. Niemand ist unverkäuflich: Bietet ein anderer Verein mehr als den Marktwert für einen Spieler, verkaufe ihn. Habe Ersatz parat, bevor du ihn abgibst.
  10. Kaufe keine Spieler, wenn du nicht musst: Baue ein Jugendnetzwerk auf und entwickle deine eigenen Spieler.
  11. Um dein Team zu verbessern, identifiziere das schwächste Glied und ersetze es. Gib nicht unnötig Geld aus, um die starken Mannschaftsteile noch stärker zu machen.
  12. Achte auf die Verteidigung: Ein Spiel ohne Gegentor ist über den Verlauf einer Saison gesehen mehr wert als zwei selbst erzielte Tore.

(Die beiden letzten Punkte stammen aus The Numbers Game von Chris Anderson und David Sally.)

Moneyball vs. Gewohnheit

Gerade Teams mit schmalen Budgets kann diese Herangehensweise helfen, das beste aus ihrem Geld zu machen und kostspielige Fehler zu vermeiden.

Während ich persönlich einige Punkte (Spieler jung kaufen, im Zenit verkaufen) immer schon im FM praktiziert habe, sind andere für mich schwerer umzusetzen: Gerade die Versuchung, den günstigen Superspieler zu holen, obwohl der Mannschaftsteil schon stark besetzt ist, überfällt mich immer wieder. Auch das (dauerhaft!) systematische Scouting, das nötig ist, um permanent für jeden Spieler einen Ersatz parat zu haben, will erstmal aufgebaut und dann durchgezogen werden …

Letztlich wird jeder seine eigenen Schwerpunkte setzen. Die oben genannten Regeln versprechen zwar durchaus finanziellen und sportlichen Erfolg, dennoch sind sie nicht der einzige Weg dorthin. Und die passende Taktik liefern sie auch nicht mit …

Im Übrigen kann man das Ganze auch noch Verschärfen:

Statistikbasierte Spieler-Rekrutierung

Vermutlich wirst du (wie ich auch) Spieler vornehmlich aufgrund ihrer Attribute und des Scoutingberichts verpflichten. Dafür sind sie ja da, oder? Wenn ich einen Dribbelkünstler für die Außenbahn suche, schaue ich nach Dribbling, Beweglichkeit, vielleicht Balance, Technik und Flair …

FM17 Statistiken

Eine andere Möglichkeit wäre, in die Spielstatistiken des Spielers zu schauen, wie viele erfolgreiche Dribblings er zu verzeichnen hat. Viele Wege führen zum Ziel: Der eine kommt aufgrund seiner schlangenartigen Gewandtheit am Gegner vorbei, der nächste durch seine überragende Ballführung, wieder ein anderer durch pure Willenskraft. Deshalb: Wieso nicht auf das Ergebnis schauen anstatt auf die Voraussetzungen?

Chris Darwen hat das auf die Spitze getrieben: In manchen seiner FM-Spielstände blendet er die Attribute aller Spieler vollständig aus. Stattdessen bewertet er sie nur anhand ihrer Statistiken. Sobald seine Taktik fertig entwickelt ist und eine erfolgreiche Saison absolviert hat, erstellt er auf Grundlage dieser Erfahrung Benchmarks für jede Position: Wie viele abgefangene Bälle und gewonnene Kopfbälle muss ein Innenverteidiger haben, um gut in das System zu passen? Wie viele Schlüsselpässe und welche Passquote benötigt ein guter Spielmacher? Wie viele Abschlüsse sollte ein Stürmer aufs Tor bringen? Und so weiter. Auf dieser Basis startet er nun seine Spielersuche.

Chris Darwen: „Searching the Stats“ (engl.)

Für mich ist das in seiner Reinform (d.h. ohne Attribute zu sehen) ein, zwei Stufen zu steil – das Prinzip an sich werde ich aber sicher in Zukunft bei Spielerverpflichtungen im Hinterkopf haben. Auch bei der Personalwahl für die erste Elf ist das ein Mittel, welches ich bislang kaum genutzt habe.

FM18: Neue Möglichkeiten durch Datenanalyse

Mit der Einbindung der Datenanalysten in die Spielerrekrutierung eröffnet der Football Manager 2018 neue Möglichkeiten für diesen Ansatz. Neben seinen Scouts kann man nun auch Analysten auf Spieler ansetzen und sich deren Daten aufbereiten lassen. Eine sinnvolle Ergänzung, welche die Spielerbewertung weiter an die Realität angleicht – unabhängig davon, ob man Moneyball-Purist ist oder nicht.

Und du so?

Wie rekrutierst du deine Spieler im Football Manager? Hast du eine handvoll fest definierter Regeln, die du streng befolgst oder handelst du stets nach Bauchgefühl? Was sagst du zu den Moneyball-Regeln und dem Statstik-Ansatz? Beachtest du die Statistiken bei Transfers und Aufstellungen – oder lässt du sie links liegen? Hat sich das durch die Datenanalysten im FM18 geändert?

Ich freue mich auf deinen Kommentar :-)

 

34 Kommentare

  • Kann man überhaupt eine 100% abdeckung der Welt durch scouten ?

    Denn ich bin gerade dabei, bei dem fc bayern ein ähnliche Variante des Moneyballs zurealisieren.

    • Dürfte schwer werden, glaube ich. Habs zumindest noch nie gesehen, dass es jemand geschafft hätte. Das höchste, was ich geschafft habe, war mal um die 60% glaube ich – allerdings auch mit Wacker Innsbruck.

      Grüße Tery

  • Ich denke, dass ich seit jeher im FM dieses Moneyball-System unbewusst mehr oder weniger umsetze. Spiele meistens mit eher kleinen Vereinen ohne große finanzielle Möglichkeiten, sodass mir gar keine andere Wahl bleibt.
    Aktuell beim FC Winterthur geht es gar nicht anders, als ablösefreie Spieler zu holen. Da wir zu Beginn viele Leihspieler haben, besteht da durchaus ein Druck, diese zu ersetzen, aber in Zukunft soll es schon so sein, dass Spieler erst abgegeben werden, wenn der Ersatz feststeht.

    • Geht mir ähnlich, auch mit dem Fokus auf jüngere Spieler. Wobei Alex Stewart auch bei Spielern zwischen 23 und 27 noch Wertsteigerungen (durch Leistung) anstrebt, bei mir sinds meistens die jüngeren, die sich noch stärker entwickeln können.

      • Liegt ja auch in der Natur der Sache, dass man bei jüngeren Spielern noch mehr Entwicklung und Flexibilität erwarten kann. Bin auch sehr gespannt, wie sich die neuen Spieler in der kommenden Saison entwickeln werden.

  • Off Topic: Brad Pitt hat den GM (General Manager) gespielt und nicht einen/den Coach ;P

    Ansonsten aber sehr gelungener Artikel, der dabei hilft, das eigene Transfer-Verhalten zu prüfen/hinterfragen!

    Ich persönlich halte mich an die alte Fußball-Weisheit „Erfolgreiche Teams baut man von hinten auf“, schaue also zuerst, ob mein TW und meine Abwehr wettbewerbsfähig sind, bevor ich mich an andere Mannschaftsteile mache.

    Worauf ich bei einer Spielerverpflichtung letztlich achte, kann ich pauschal gar nicht so beantworten. Generell verpflichte ich jedoch keinen Spieler, der weniger als zweieinhalb Sterne (egal, ob bei aktuellen, oder potentiellen Fähigkeiten) hat. Danach entscheide ich nach Attributen, wobei da auch wenig Spielpraxis das Bild verfälschen kann, welche Rolle der Spieler bei mir ausfüllen könnte/würde. Auf Statistiken lege ich eher keinen Wert, wie auch auf den Notenschnitt nicht, da sind mir Faktoren wie „Anpassungsfähigkeit“, Nationalität, oder Sprachen wichtiger.

    Zur Gewohnheit habe ich es mir allerdings gemacht, eine Art „Schattenliste“ für jede Position zu führen. Kommt ein gutes Angebot für einen meiner Spieler, habe ich sofort Alternativen zur Hand und muss nicht erst dann anfangen zu suchen. Auf diese „Schattenliste“ kommen: junge Spieler, die sich noch entwickeln können (Obergrenze: ein Alter von 22 Jahren), Spieler, die eine relativ niedrige Ausstiegsklausel haben und Spieler, deren Verträge auslaufen.

    • Danke für die Korrektur, da hatte ich wohl was falsch in Erinnerung ;)
      Ich gehe bei Spielerverpflichtungen grundsätzlich ähnlich vor wie du, allerdings möchte ich da etwas vom Bauchgefühl wegkommen… Mal schauen, ob mir das gelingt. Schattenlisten hatte ich einmal im Einsatz und will ich mir bei Rostock mittelfristig auch wieder aufbauen. Das ist schon sehr hilfreich.

      EDIT: Laut der Wikipedia-Seite hat Brad Pitt tatsächlich Billy Beane gespielt …

      Grüße Tery

  • Wäre es möglich, zuwissen wie die Attribute bei den Rollen gewichtet sind ? Das man mal richtig nach vollziehen kann, wieso diese Rolle die beste für ihn ist.

    Arbeite nebenbei nämlich an einer excel Datei wo man die Spieler mit seinen Attributen in Excel exportieren kann und auch offline, ohne fm zustarten, seine Kaderplanung managen kann.
    Würde die dann auch für andere, falls Interesse besteht, zuverfügung stellen. Aber da wäre die gewichtung mal interessant.

    • Im Detail geht das nicht – und würde auch nichts bringen. Zum einen werden in der Match Engine ALLE Attribute eines Spielers abgefragt, zum anderen verhalten sich die Rollen in verschiedenen Systemen anders bzw. derselbe Spieler mit derselben Rolle wird in zwei verschiedenen Systemen ganz andere Aufgaben zu lösen haben.

      Insofern wäre eine selbstvorgenommene Gewichtung – basierend auf der eigenen Spielweise – zielführender.

      Unabhängig davon wäre es natürlich schon interessant zu wissen, um das Spiel etwas mehr zu durchschauen…

      Grüße Tery

  • Mal wieder ein schöner Artikel :)

    Ich habe mich bisher nicht wirklich mit Moneyball im FM auseinander gesetzt und stelle doch überrascht fest, dass ich viele dieser Regeln bereits umsetze.

    Generell kann ich sagen, dass ich eher auf junge, entwicklungsfähige, einheimische Spieler setze. Je älter ein Spielstand ist, desto mehr junge Spieler werden verpflichtet bzw aus der Jugend hochgezogen. Allerdings nur unter der Vorraussetzung, dass das Gerüst der Mannschaft steht, sich eine Taktik bewährt hat und nur noch einzelne Puzzelstücke ergänzt werden müssen.
    Ein Scoutingnetzwerk ist dabei das „A und O“ und mögliche Neuverpflichtungen werden auch mal über Monate von verschiedenen Scouts beobachtet. Wichtig ist mir neben bestimmten Eigenschaften wie z.B Zielstrebigkeit oder Anpassungsfähigkeit auch der Charakter. Passt er nicht, wird der Spieler auch nicht verpflichtet.

    Wenn der Spielstand noch jung ist, steht die Verbesserung des Kaders im Mittelpunkt und da kann auch schonmal ein älterer Spieler (ca. 29-32 Jahre alt, zur Not auch ein Uwe Möhrle^^) verpflichtet werden. Sofern ein geeignetes Talent vorhanden ist, wird der Spielanteil des Talents (über 1-2 Jahre) kontinuierlich Schritt für Schritt erhöht.

    Mag ich einen Spieler persönlich sehr, habe ich es gerne wenn er seine Karriere bei meinem Verein beendet und danach in den Mitarbeiterstab übernommen wird. So musste ein Frank Lampard auch schonmal bis 40 seine Schuhe schnüren :D

    Ansonsten ein großes Lob an dich! Es macht Spaß deine Artikel zu lesen. Weiter so!

    • Hi Stephan,
      danke für deinen Kommentar und das Lob – freut mich!

      Deine Beschreibung trifft auch auf meine gewöhnliche Spielweise ziemlich gut zu. Uwe-Möhrle-Transfers finden in aller Regel bei mir auch nur am Anfang des Spielstands statt, nicht zuletzt auch um geeignete Tutoren im Kader zu haben. Ich hoffe, dass der Spielstand mit Rostock lang genug läuft, um ein paar der Spieler im Verein eine Karriere nach der Karriere beginnen zu sehen…

      Grüße Tery

  • Sehr interessanter Artikel!
    Da ich zumeist bei eher finanzstarken Clubs aktiv bin, war ich noch nie unbedingt dazu gezwungen so weitreichend zu planen.
    Aktuell bin ich in Österreich unterwegs, was schon Vertragsverlängerungen zur finanziellen Herausforderung macht.
    So werde ich durchaus gezwungen sein Spieler bei Angeboten abzugeben und auch kurzfristig günstigen Ersatz zu beschaffen.
    Bis dato habe ich mich eher vom Bauchgefühl leiten lassen als von reinen Statistiken, wobei ich je Save immer versuche möglichst ein Attribut der Mannschaft zu „highlighten“ (Antizipation oder Teamwork oder Workrate etc.)

    • Ja, in Österreich siehts schon wieder anders aus. :) Da wird auch öfter der Punkt kommen, dass der Präsident Spieler verkauft, weil das „Angebot zu gut war, um es abzulehnen“. Im FM16 hat er est bei mir mal fertig gebracht am letzten Transfertag meinen besten Innenverteidiger ins Ausland (ok) und meinen Spielmacher (mein Lieblingsschüler und Herz des Spiels) an RB Salzburg (!!!) zu verkaufen, letzteren für ein Butterbrot. Selten so sauer gewesen… Zumal am Deadline Day auch die beste Schattenliste nichts mehr bringt.

  • Was ich auf jeden Fall mache ist über das ganze Jahr Spieler zu scouten. Jugend- und Zweitmannschaften, unbekannte Länder, unglückliche Spieler, Leihspieler grsser Clubs, die kaum eine Chance auf einen Platz da haben, Jugendnationalmannschaften, usw. Ich habe so auch immer eine sehr umfangreiche Shortlist, so dass sich bei Abgängen eigentlich für jede Position sicherlich fünf, eher zehn bis fünfzehn valable Kandidaten bieten. Meistens sind dann auch einige zu haben.

    Ich erwische mich aber oft dabei, bei Schnäppchen und starken Spielern schnell und unüberlegt zuzuschlagen, ohne genau zu schauen, ob die Verpflichtung meinem Team relativ zum vorhandenen Spielermaterial wirklich weiterhilft. Das nehme ich aus diesem Artikel und dem Moneyball-System am meisten mit. Und dass ich mich bei Verkäufen weniger schwer tun sollte. Ich werde nachher gleich mal schauen, welches überhaupt der schwächste Teil meines Teams ist. Relativ sicher LV, aber da kicken zwei Eigengewächse, die gebe ich für Transfers nicht gerne auf.

    • Hi Cassius,

      Danke für deinen Kommentar – das mit den Transfers (schnell und unüberlegt zuschlagen) kenne ich nur zu gut ;)

      Unabhängig davon kaufe ich kaum noch Spieler aus Ihren Verträgen heraus. Das mag zwar auch daran liegen, dass ich in letzter Zeit nicht mehr mit größeren Klubs spiele – generell deckt man sich mit ablösefreien, unzufriedenen, etc Spielern aber doch immer gut und günstig ein…

      • Die beliebte Resterampe. Mache ich auch gerne so, viele meiner jetzigen Transfers mit dem FCZ sind zustande gekommen, weil ich talentierte Spieler günstiger bekommen habe, weil sie keine Spielpraxis erhielten.

        Statistiken schaue ich ehrlich gesagt fast nie an bei möglichen Transfers, sollte ich aber vielleicht. Ich zweifle eben bei vielen an der Vergleichbarkeit. In meinem Team ist eine Passquote vo unter 80% für einen zentralen Mittelfeldspieler ziemlich schlecht, aber bei anderen Teams mit anderen Taktiken dürften meine Passmonster auch viel schwächer abschneiden. Auch Interceptions etc. muss man etwas unter diesem Gesichtspunkt betrachten, wenn auch abgeschwächt.

      • Die Vergleichbarkeit ist nicht immer gegeben, das stimmt. Aber mit einer ausreichend großen Datenmenge, sollte man schon erkennen können, ob der Spieler zweikampf-/passstark oder was auch immer ist.

  • Great piece Tery! Very interesting and thank you for referencing my StS methodology :)

  • hallo, ich schätze der kommentar von mir kommt bisschen spät ^^, aber besser als nie xD

    erstmal finde ich nur lobende worte für deine guides, die sind einfach mega gut, mega gut erklärt, also wirklich… ein riesen danke dafür das du dir die mühe machst, die guides so gut zu schreiben.

    zu dem moneyball… hm unbewusst tu ich es, schätze ich mal auch, ich kaufe auch sehr gerne junge spieler, mit viel talent ^^ aber ich begehe den fehler anfangs, das ich, wenn ich zu einem club komme, spieler die einfach gar nicht in mein bevorzugtes system passen, verkaufe, verleihe oder ähnliches… von ablösefreien spielern, ähm, halte ich meist nicht so viel… weil ich da nicht direkt das finde was ich evtl benötige… oder die sind einfach zu alt :D.

    naja so sieht das bei mir in etwa aus ^^ wollte auch gern mein senf dazu geben 😀

    PS: die statistik basierte spieler rekrutierung… finde ich ziemlich interessant, aber meine grobe schätzung wäre… das, dass vllt ein ziemlicher aufwand ist… da suche ich vllt lieber standardmäßig ^^ aber das behalte ich im hinterkopf. ist eine interessante herangehensweise, die man nicht außer acht lassen darf.

    • Danke für deinen freundlichen Kommentar :)

      Mir geht das ähnlich wie dir: die Spielersuche über Statistik wäre mir auch zu aufwändig. Man will ja auch noch spielen. Trotzdem spannend, dass so was theoretisch geht.

  • ich mein, man kann natürlich einen towart holen, dessen attribute… schlecht sind aber seine statistiken top sind… ich finde aber,
    bei einem towart, der selbstredend.. gute statistiken hat, ich sag mal…
    top passwerte, ähm wenig tore durchlässt, und viele pässe spielt…
    das hat für mich wenig damit zu tun, das der keeper gut ist…
    sondern einfach das die taktik, und somit das gesamte team eingespielt ist… und sich peinlichst genau an die vorgeschriebene taktik hält :D wenn es solche werte sind, dann liegt es ja natürlich daran, das der trainer, ein ballbesitz-fanatiker ist ;D

    oder sehe ich es falsch? :D wenn dem so ist, bitte sagen xD

    • Das ist wie immer in der Statistik: Man muss die Werte immer im Kontext sehen und zu interpretieren wissen. Insofern gebe ich dir vollkommen Recht :)

      Dein Beispiel hieße im Umkehrschluss aber auch, dass der Torwart super geeignet ist, falls auch du ein Ballbesitzfanatiker sein solltest.

      • tatsächlich… ja ^^ ich spiel gerne auf ballbesitz, aber muss ehrlich gestehen, mitlerweile bekomme ich so einen fable, für konter und defensiv taktiken :D

        also auch selbst bei teams, wo ich der favorit bin, spiele ich auf konter… zwar habe ich da noch nicht so ganz den dreh raus, wie hoch das tempo, etc ist, wie das pressing ist im defensiv stil… aber man liest sich ja durch die foren und hofft das irgendeiner mal einen guide darüber macht xD da ich glaube das ich es mit der dynamik in konter und defensiv taktiken noch nicht ganz begriffen habe, wie da die dynamik sein kann – soll… :D

        darüber einen guide wäre toll xD gerade für mich passend xDDD

      • Ich bin da ungefähr auf dem selben Stand wie du – also auf der Suche nach Inspiration. Wen sie zuerst ereilt, macht den Guide – Deal? :p

  • haha xD ja ok xD

    aber meine defensiv taktik funktioniert scheinbar irgendwie… zumindest einmal ^^ hatte mal einen spielstand… mit the new saints aus wales… und musste gegen st. mirren ran… 2:1 nach verlängerung gewonnen… also scheint die zu klappen… oder ich hatte einfach glück im unglück… wenn du diese taktik als inspiration mal anschauen möchtest…. sag bescheid, dann würde ich sie mal posten oder ähnliches.

  • per screenshot? oder wie darf es sein? :D

    ansonsten, würde ich sie wohl im mtf forum posten, und dann allgemein auf kompetente meinung hoffen

    edit: smileys mit klammern gehen nicht :D betriebsystem ist doof xD

  • Bei mir geht die meiste Spielzeit beim Scouten von jungen Spielern drauf. Vor allem von Spielern aus dem Land in dem ich gerade spiele. Mit Scouten meine ich in diesem Fall eine kurze Attributsanalyse des Spielers, d.h. ich suche nach Spieler, deren Schlüsselattribute für ihre Position schon gut ausgebildet sind und die sogar kurzfristig in meiner ersten Mannschaft Einsatzzeit haben könnten. Diese Spieler werden in der Regel von ihren Vereinen nicht günstig abgegeben, aber es kommt einerseits immer mal wieder ein Schnäppchen vor, und andererseits finde ich diese Spieler oft auch im nächsten oder übernächsten Jahr günstig auf der Transferliste.

    Wenn ich bei einem Mittelklasseverein bin suche ich auch oft nach Spielern zwischen 21 und 25, die sich bei den Topvereinen nicht durchsetzen konnten und dadurch nicht allzuviel kosten. Mir macht es dann auch persönlich viel Spaß solchen Spielern, die es woanders nicht geschafft haben, eine zweite Chance zu geben. Das ist denke ich neben dem „Jung kaufen – alt verkaufen“ der Ansatz, der bei mir am nächsten am Moneyball-System ist.

    • Mir passiert es auch öfter, dass ich Spieler erst nach einigen Saisons verpflichten kann, wenn sie bei ihrem Verein in Ungnade gefallen sind oder aus anderen Gründen bezahlbar werden. Daher ist es immer gut, wenn man gut sortierte Auswahllisten an der Hand hat :)

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