Mr. Ed: Mit Ujpest auf CL-Kurs

Es gibt richtig viele gute Football Manager-Blogs da draußen – die meisten in englischer Sprache. In dieser 14-tägigen Serie möchte ich euch einige dieser FM-Schreiber vorstellen, indem ich sie selbst zu Wort kommen lasse.

Mein heutiger Gast Ed führt einen FM-Blog mit einem sehr interessanten Namen: The Coffeehouse. Was das mit Fußball zu tun hat? Das erfährst du ebenso dort wie das neuste aus seinen Spielständen – das ganze garniert mit Milchschaum interessanten Einblicken in das Spiel. Bevor ich dich zu einer Wiener Melange entlasse, hier ist das Interview:

 

Hi, bitte stelle dich und deinen Blog doch kurz vor:

Ich bin Ed und führe das FM Coffeehouse, einen Blog, der mittlerweile schon zwei Jahre alt ist. Ursprünglich war mein Geschreibsel auf einer Vielzahl von verschiedenen FM-Seiten zu finden, aber ich wollte etwas haben, wo ich meine Artikel alle zusammen an einem Ort habe.

Wieso Eds Blog Kaffeehaus heißt? Es hat tatsächlich was mit Wien und Fußball zu tun … (Klick!)

 

Wann hast du mit dem Football Manager angefangen?

Der erste Football Manager, an den ich mich erinnere gespielt zu haben war der FM05. Davor hatte ich einige Jahre den LMA Manager gespielt und war erfreut, im FM eine Verbesserung zu finden.

 

Zeit anzugeben: Was war dein außergewöhnlichster Erfolg im FM?

Einfach wegen der Zeit, die ich dafür gebraucht habe: meine ungeschlagene Saison mit Dortmund im FM15. Wir haben durchschnittlich fast fünf Tore pro Spiel erzielt und nur knapp 0,5 kassiert – und kein einziges Spiel verloren. Obwohl ich den FM jetzt ein Jahrzehnt spiele, bin ich nie wirklich nah an eine ungeschlagene Saison herangekommen – mit keinem meiner Teams. Das wurde mit der Zeit zu einer Art Besessenheit, das zu erreichen.

Mit dem ungarischen Verein Ujpest im FM14 das Halbfinale der Champions League zu erreichen, war auch äußerst befriedigend. Allerdings läuft der Spielstand noch und ich würde die Champions League gerne gewinnen – sollte ich das schaffen, würde das wohl ganz oben stehen.

 

Welchen Aspekt des Spiels magst du am meisten?

Für mich lag der Reiz am FM immer im Austüfteln innovativer neuer Taktiken und im Formen einer jungen Mannschaft nach den eigenen Ideen. Ich mag die taktische Seite des Spiels sehr, aber für mich wird die Erfahrung noch unendlich besser, wenn man ein System um einen Newgen-Jungstar herum bauen kann, der die eigene Jugendabteilung durchlaufen hat.

 

Was ist dein Lieblingsattribut und warum?

Das ist natürlich von Position zu Position und Rolle zu Rolle unterschiedlich, aber allgemein achte ich bei meinen Mannschaften gerne auf gute Werte in Entscheidungen und Ohne Ball. Entscheidungen ist selbsterklärend – ein Team voll mit guter Entscheidungsfindung bringt richtig schönen Fußball hervor. Ebenso erhöht auch Ohne Ball den Fluss im Spiel, vor allem im Angriff – gerade da meine Taktiken fast immer mit flexibler oder sehr flexibler Dynamik arbeiten. In diesem Jahr scheinen Spieler mit extrem hohem Dribblingwert fähig zu sein, eine Defensive in ihre Bestandteile zu zerlegen, also habe ich bei Dortmund versucht auch solche Typen im Team zu haben.

 

Was war das Inspirierendste, das Du in letzter Zeit über den FM gelesen oder gesehen hast?

Die FM Community übertrifft sich in letzter Zeit selbst und Alex Stewarts Moneyball-Spielstand mit Bristol City hat FM-Themen einem ganz neuen Publikum eröffnet. Ich lasse mich immer von Leuten inspirieren, die glaubhaft von ihren Spielständen berichten. Es gibt eine Vielzahl von Schreibern, die das richtig gut machen wie Jonathon Aspey, Cleon, Lee Scott von FM Analysis, Guido Merry und viele andere. Es ist außerdem sehr erfreulich, dass es einen neuen FM-Podcast gibt – den DeepLyingPodcast.

 

Hier ist die Bonusfrage von Jonathon Aspey, der dich nominiert hat: „Wenn du der Trainer eines beliebigen Teams aus der Geschichte des Fußballs sein könntest – welches Team wäre das und warum?“

Starke Frage… aber schwierig. Als Liverpool-Fan ist es schwer, die extrem erfolgreiche Mannschaft aus den 70ern zu übergehen. Aus persönlicher Sicht gibt es einige Kandidaten. Zuerst die französische Nationalmannschaft von der WM 2002. Sie hatten die perfekte Mischung aus älteren Stars und aufstrebenden Talenten und haben es dennoch irgendwie geschafft in einer ziemlich einfachen Gruppe als Letzter auszuscheiden. Die Brasilianer aus dieser Zeit wären auch großartig zu trainieren gewesen; vorne Rivaldo-Ronaldinho-Ronaldo – da sind Tore garantiert.

An der Spitze liegt jedoch wahrscheinlich der heutige FC Bayern, so langweilig das sein mag. Guardiola hat in Barcelona eine Monstermannschaft aufgebaut, aber diese Bayern scheinen mehr Kadertiefe zu besitzen als jede andere Mannschaft in der Geschichte. Nach zwei Jahren unter Pep hat sich ihr taktisches Verständnis zudem massiv weiterentwickelt – da Trainer zu sein wäre eine Freude. Man kann so viele verschieden taktische Varianten umsetzen und gleichzeitig ist es ein kollektiveres Spiel als das von Messis Barca. Das alles kombiniert mit einem riesigen Transferbudget aufgrund stetiger Einnahmeströme und du hast die ideale Situation für einen Fußballmanager.

 

Nun darfst du den Staffelstab weiterreichen: Welchen FM-Schreiber soll ich für den nächsten Teil der Serie interviewen? Und gibt es eine Frage, die Du ihm stellen möchtest?

Lee Scott (@FMAnalysis): Was ist deine Lieblingstaktik, die du jemals im FM erstellt hast?

 

Danke für deine Zeit – und serviere weiter so gehaltvollen FM-Kaffee :)

 

Ed bloggt im FM Coffeehouse und twittert unter @MrEdsFM.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.