Aufbau einer Scoutingabteilung

Ein gutes Scoutingnetzwerk ist der beste Sportdirektor. Wer viele Spieler kennt, kann schnell auf unerwartete Abgänge oder Verletzungen reagieren und seine Mannschaft sinnvoll verstärken. Und während die Konkurrenz überteuerte Preise für allseits bekannte Spieler hinlegt, reibt sich der weltweit vernetzte Manager ob seines Stars zum Schnäppchenpreis die Hände.

Als Teammanager englischer Prägung untersteht dir im Football Manager auch die Scouting-Abteilung deines Arbeitgebers. Ein kurzer Besuch beim Vorstand verrät dir wie groß sie ist – wie du das beste aus ihr herausholst verrät dir hingegen dieser Guide.

I. Das Personal

Wie gesagt, lässt sich im Vorstandszimmer die maximale und aktuelle Anzahl an Personal einsehen und ob das Scouting Einschränkungen unterworfen ist. Wenn du schon dort bist, kannst du auch gleich anfragen, ob man die Grenze und/oder das Maximalgehalt für die Scouts nach oben setzen könnte. Denn: Talentsucher kann man nicht genug haben. Damit Spieler in der Spielersuche angezeigt werden, müssen sie dir irgendwie bekannt sein – entweder weil sie eh jeder kennt („Dieser Messi, näh, dat wär einer für uns!“), sie in derselben Liga spielen oder ein fleißiger Mitarbeiter sie in deine Datenbank eingetragen hat. Also: Je mehr Scouts, desto mehr bekannte Spieler.

Vorstand Scouting FM15

Beim Vorstand findest du die grundlegenden Informationen – sowie die Möglichkeit mehr Scouts zu beantragen.

 

Talentsucher haben grundsätzlich drei Aufgaben zu erfüllen:

  • Spieler finden
  • Spieler bewerten
  • Gegner beobachten

Jede dieser Aufgaben stellt andere Anforderungen. Dazu kommt noch der Chefscout, der das Scouting für dich koordiniert (wenn du das willst) und dich auf dem Laufenden hält – immerhin hast du genug um die Ohren. In jedem Fall bist du in diesem Bereich stark auf deine Mitarbeiter angewiesen und dementsprechend kompetent sollten sie sein.

Worauf solltest du bei den Bewerbern um eine Scouting-Stelle achten? Ein netter Bonus ist, wenn sie das Scoutingwissen deines Vereins durch ihr Know-How erhöhen können, vor allem wenn dein Verein wenig davon besitzt. Mitarbeiter aus anderen Teilen der Welt können dazu einen guten Beitrag leisten (ebenso wie Partnervereine). Welche Attribute sie mitbringen sollten, hängt von der Rolle ab, die du ihnen zugedacht hast:

a.) Der Spion

Mantel mit hohem Kragen, Sonnenbrille, falsche Nase – so getarnt besucht er die Trainingseinheiten deines nächsten Gegners, seziert dessen letzte Spiele bis ins Detail und gibt dir so die Grundlage für deine Gegneranalyse und Spielvorbereitung. Okay, vielleicht schaut er auch nur viele DVDs … Sicher ist jedoch: Sein Report erreicht dich wenige Tage vor dem Spiel.

Sein Faustpfand sind ausgeprägte Taktische Kenntnisse. Je mehr er davon mitbringt, desto eher wird er die Feinheiten der gegnerischen Strategie durchschauen und Schwachpunkte identifizieren können. Auch wenn er nicht primär fürs Entdecken von Spielern zuständig ist, kann ein Grundstock an Fähigkeiten beurteilen und Potenzial beurteilen nie schaden – vor allem ersteres und vor allem, wenn es gegen unbekanntere Gegner geht.

b.) Der Globetrotter

Ob im tiefsten Sibirien, den Metropolen Afrikas oder am Strand von Rio – seine Heimat ist die Welt. Kaum ist er aus dem Flugzeug ausgestiegen, hat er schon die richtigen Leute kennengelernt und lässt sich kaum mehr von den Einheimischen unterscheiden. Er erweitert ohne Unterlass sein Netzwerk und gräbt selbst dort potenzielle Stars aus, wo andere nicht mal Urlaub machen. So füllt er die Datenbank des Vereins unermüdlich mit neuen Namen.

Globetrotter kann man nicht genug haben – denn die Welt ist groß und gerade Vereine mit dem nötigen Kleingeld sollten überall präsent sein. Nicht, dass der nächste Shootingstar des Weltfußballs schon zur Konkurrenz gewechselt ist, bevor man überhaupt von seiner Existenz erfahren hat …

Eine hohe Anpassungsfähigkeit sorgt dafür, dass deine Globetrotter sich problemlos in neuen Ländern und Kulturen zurechtfinden. Dementsprechend schnell haben sie bürokratische und organisatorische Dinge erledigt und können mit ihrem Kerngeschäft, der Spielersuche, loslegen. Je häufiger sie das Land wechseln, desto wichtiger wird dieses Attribut, da es die Dauer der Vorbereitung regelt.

Die Schnelligkeit, mit der deine Scouts neue Spieler entdecken, wird durch ihre Zielstrebigkeit bestimmt. Je höher der Wert, desto zügiger haben sie ihr zugewiesenes Land oder ihre Region abgegrast.

Damit sie neben der Quantität auch Qualität liefern, sind die Attribute Potenzial beurteilen und Fähigkeiten beurteilen unerlässlich. Ersteres vor allem, wenn man auf der Suche nach Toptalenten ist, zweiteres wenn es um die Verstärkung der ersten Mannschaft geht. Dementsprechend kann man Kompromisse eingehen, wenn der perfekte Scout nicht bezahlbar ist. Im Zweifel würde ich beim Globetrotter eher Abstriche bei der Beurteilung machen, solange er dafür schnell viele Spieler scoutet – für die abschließende Beurteilung hat man ja noch jemanden in der Hinterhand:

c.) Der Chefscout

Er leitet die Scoutingabteilung und berichtet direkt dem Cheftrainer – dir. Welche Aufgaben er konkret übernimmt, ist abhängig davon, wie viel Kontrolle du selbst ausüben willst. Einstellen kannst du das im Menü Mitarbeiter:

Chefscout FM15

Bestimmst du, wo gescoutet wird – oder setzt du auf die Expertise deines Chefscouts?

Ein gerüttelt Maß an Führungsqualitäten helfen dem Chefscout beim Leiten seiner Abteilung. Sofern noch andere Scouts im Verein arbeiten – und du ihm überhaupt organisatorische Aufgaben überträgst.

Neben der Koordinationsarbeit scoutet er auch selbst – wen oder was, bestimmst du. Setzt du ihn auf den Gegner an, sollte er die Kriterien des Spions erfüllen, sprich: ausgeprägte Taktische Kenntnisse mitbringen.

In der Position des Chefscouts habe ich persönlich gerne jemanden, der mir eine verlässliche Einschätzung zu potenziellen Transferzielen liefert. Während die Globetrotter nur Hinweise a la „der könnte was sein“ liefern, filtert der Chefscout die Unmengen an Berichten der Weltreisenden und pickt die Rosinen heraus. Er liefert die finale Beurteilung. Dementsprechend ist er bei mir Scout mit den höchsten Werten in Potenzial beurteilen und Fähigkeiten beurteilen. Wenn er eine eigene Zuweisung bekommt, behalte ich ihn in der Nähe und lasse ihn die eigene Liga oder das Land beobachten.

 

Wann sind Werte „gut“? Das hängt vom Level ab, auf dem du trainierst. Um einen brauchbaren Scoutbericht zu erhalten, sollten Potenzial beurteilen und Fähigkeiten beurteilen beide bei mindestens 15 liegen; in unteren Ligen ist 10 der Mindestwert. Das gilt analog für alle Attribute, auch wenn man gerade bei limitierten Ressourcen Kompromisse eingehen muss.

II. Die Reiseplanung

Das polyglotte, anpassungsfähige und zielstrebige Scouting-Team steht jetzt Gewehr bei Fuß und ist bereit, die Welt zu bereisen. Wohin nun? Die einfachste Lösung ist, das dem Chefscout zu überlassen. Ende des Guides.

Oder du nimmst das als akribischer Perfektionist selbst in die Hand. Dazu ein paar Worte vorweg:

a.) Regionen & Länder

Scouting Regionen FM15

Wohin soll die Reise gehen? Im FM15 gibt es 20 Regionen.

Jede Scouting-Region besteht aus einer bestimmten Anzahl von Ländern, die von Region zu Region unterschiedlich ist. Die Länder selbst unterscheiden sich u.a. nach

  1. Größe/Einwohnerzahl
  2. Jugend-Rating
  3. Bedeutung des Fußballs

Das Jugend-Rating ist eine fixe Zahl, die bestimmt, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Land Fußballer mit großem Potenzial hervorbringt. Die Bedeutung des Fußballs hingegen bestimmt, welchen Stellenwert der Sport im Land hat. Die Werte sind nur im Editor einzusehen.

Vereinfacht kann man sagen, dass ein einwohnerstarkes Land mit guten Einrichtungen, in dem Fußball Nationalsport Nummer 1 ist, eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit hat regelmäßig viele gute Jugendspieler hervorzubringen.

Das bedeutet nicht, dass in einem Land mit umgekehrten Vorzeichen keine guten Fußballer zu finden sind – die Wahrscheinlichkeit ist nur viel, viel, viel geringer. Der Reiz des Scoutings kann aber gerade darin liegen, solche absoluten Exoten zu finden – die zudem meist spottbillig zu haben sind.

Welche Länder lohnenswerte Ziele sind, wird also durch die oben genannten Werte bestimmt. Welche Regionen lohnenswerte Ziele sind, wird dadurch bestimmt, aus wie vielen Ländern sie bestehen und wie viele davon lohenswert sind. An dieser Stelle gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Du begnügst dich mit deinem Allgemeinwissen
  2. Du willst es genau wissen

 

Ich will auf keinen Fall spoilern – also wenn du in die erste Kategorie fällst und die Dinge selbst herausfinden oder nach eigener Nase scouten möchtest, dann überspringe das folgende Unterkapitel. Dort liste ich konkret auf, welche Regionen die ertragreichsten Scouting-Gebiete sind.

Spoiler-Alarm: Lohnenswerte Regionen und Nationen

Die folgende Einteilung habe ich von MrEdsFM übernommen, der auf seinem Blog beschrieben hat, wie er bei Udinese sein (Moneyball-)Scouting-System aufgebaut hat.

Hinter der Region steht die Anzahl der Länder aus der sie besteht und – sollten nicht alle interessant sein – wie viele lohnenswerte Scoutingziele sind. Beachte: Solltest du einen exotischen Mini-Verein trainieren, könnten auch schwächere Länder für dich interessant sein (für den Fall, dass du überhaupt außer Landes scouten darfst).

  1. Südamerika (13 Länder)
  2. Mitteleuropa (13)
  3. UK & Irland (5)
  4. Osteuropa (6/22): Tschechien, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Ukraine
  5. Nordamerika (3)
  6. Nordafrika (6)
  7. Südeuropa (6)
  8. Skandinavien (6)
  9. West-Afrika (3/16): Ghana, Elfenbeinküste, Nigeria
  10. Ostasien (2/10): Japan, Südkorea
  11. Mittlerer Osten (14)
  12. Zentral-Afrika (2/8): Kamerum, DR Kongo
  13. Süd-Afrika (1/14): Südafrika
  14. Südostasien (1/12): Australien
  15. Südasien (1/8): Indien
  16. Zentral-Asien (0/5), Zentralamerika (0/7), Ost-Afrika (0/13), Ozeanien (0/14), Karibik (0/29)

Im Falle von Osteuropa sehen wir schon ein Problem: Die Region ist mit 22 Ländern sehr groß – allerdings sind nur sechs davon wirklich vielversprechend. Ein Scout alleine wäre also ganz schön beschäftigt, diese Region zu scouten – und würde trotzdem die meiste Zeit in uninteressanteren Gefilden verbringen. Aus diesem Grund schickt Ed seinen Osteuropa-Scout im Wechsel für zwei Monate in jedes dieser Länder.

Wer sich eine eigene Einschätzung aufgrund der Faktenlage machen möchte, kann dies unter folgendem Link tun:

Auf Passion4FM gibt es eine ausführliche Liste mit allen Ländern und wie sie bewertet wurden. Dort ist auch ersichtlich, welche Länder welchen Regionen zugeordnet wurden: Scouting Regions & Nations Youth Rating in FM15 (engl.)

b.) Das Netzwerk spannen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, seine Scouts einzusetzen. Das hängt vor allem davon ab, ob das Scouting Einschränkungen unterworfen ist. Ein Besuch beim Vorstand klärt darüber auf.

Als kleiner Verein ist es vielleicht sinnvoll einen regionalen Ansatz zu wählen und neben dem Heimatland auch die umgebenden Länder zu scouten. Der erste Talentsucher erhält also den Auftrag „Mitteleuropa“ (sofern dein Verein dort ansässig ist). So hat man z.B. schon Spieler aus der Nähe auf dem Radar, deren Vertrag ausläuft oder die aus anderen Gründen interessant sind. Die weiteren Scouts (allzu viele werden es wahrscheinlich nicht sein) werden in benachbarte Regionen geschickt, wo es talentierte Spieler für wenig Geld gibt. In Europa könnte das z.B. Skandinavien sein oder einzelne osteuropäische Länder.

Bei einem Verein ohne Einschränkungen und mit großem Personaletat geht es um ein weltweites Netzwerk. Natürlich darf auch der heimische Markt nicht vernachlässigt werden, sodass die eigene Region ebenso gescoutet wird wie alle anderen, die hochtalentierte Spieler versprechen. Dabei werden die Aufträge nach einer Prioritätenliste (wie die oben) vergeben: Die am höchsten bewertete Region kommt zuerst, danach die zweite, usw. – bis jeder Talentsucher beschäftigt ist. Sind interessante Regionen noch ohne eigenen Scout, wird der Vorstand um neue Stellen in der Scouting-Abteilung gebeten.

Scouting-Anweisung FM15

Wenn die Region nicht komplett lohnt, werden die interessanten Länder einzeln angesteuert.

Sollte eine Region zu groß sein oder nur wenige Länder daraus von Interesse, dann bekommt der Scout das Land für eine bestimmte Dauer zugewiesen und wird danach in das nächste interessante Land dieser oder einer anderen Region ohne eigenen Scout geschickt.

So ist die größtmögliche Abdeckung sichergestellt und damit hast du eine funktionierende Scouting-Abteilung etabliert. Du wirst nun regelmäßig Spieler aus aller Welt empfohlen – oder zumindest vorgestellt – bekommen. Allerdings gibt es da noch einen kleinen Haken …

c.) Nebel, lichte dich!

Fog of War FM15

Um den Spieler exakt kennen zu lernen, muss er mehrfach gescoutet werden.

Mit dem Football Manager 2015 erhielt der Nebel des Krieges (Fog of War) Einzug in die Spielerprofile. Das heißt, dass du nicht bereits nach dem erstmaligen Scouten volles Wissen über den Spieler besitzt, sondern zunächst nur eine grobe Einschätzung erhältst. Das gilt sowohl für Attribute, die als Spanne (z.B. 11–16) dargestellt werden, als auch für das Potenzial, das um schwarze Sterne erweitert wurde. Diese zeigen einen Unsicherheitsbereich an, der mit zunehmender Vertrautheit mit dem Spieler verschwindet.

Das hat zur Folge, dass du deine Ressourcen bündeln musst und nicht jeden Spieler voll scouten kannst. Dementsprechend gilt die Konzentration denjenigen, die trotz Nebel vielversprechend aussehen. Ein Filter, der von vornherein z.B. alles mit weniger als drei Sternen Talent aussortiert, verhindert zudem die Überflutung mit Berichten von wenig attraktiven Spielern.

Was dann noch übrig bleibt kann z.B. von deinem Chef-Scout genauer unter die Lupe genommen werden.

d.) Andere Möglichkeiten

Der Football Manager bietet noch andere Möglichkeiten der Spielersuche, die mehr oder weniger unter das Etikett „Scouting“ fallen. Statt die Talentsucher in eine Region zu schicken und zu hoffen, dass sie dort von alleine etwas finden, kann man auch selbst Hand anlegen. Dazu durchforstet man z.B. die U-Nationalmannschaften interessanter Nationen und setzt die Späher auf alles an, was da so nominiert ist. Ein ebenso attraktives Ziel sind die Nachwuchsmannschaften von Vereinen, die in ihren Ländern für gute Jugendarbeit bekannt sind. Welche Länder man sich dabei anschaut, hängt vor allem von den eigenen Ambitionen und dem Geldbeutel ab.

Diese Methode ist vor allem hilfreich, wenn man über Talente eines Landes informiert sein will, das nicht in den Genuss eines eigenen Scouts gekommen ist.

Eine ebenso effiziente Möglichkeit an günstiges Talent zu kommen, sind neue Jugendspieler (sog. Newgens). Diese werden innerhalb eines gewissen Zeitrahmens (der sich je Land/Region unterscheidet) generiert – wer diesen Zeitraum kennt, kann seine Scouts pünktlich vor Ort haben und spart somit kostbare Zeit.

Das ist auch der Grund, wieso Scouts nur einer Region zugewiesen werden und nicht hin und her springen: So bleibt das Scoutingwissen immer up-to-date und neue Spieler werden möglichst schnell und automatisch erfasst.

Mit Listen, die auf diversen Seiten zur Verfügung gestellt werden, lässt sich das Scouting erheblich optimieren: Länder mit den besten Newgens, Vereine mit den besten Akademien, Generierungsdatum der neuen Jugendspieler … Ich für meinen Teil verzichte darauf. Zum einen bietet der FM15 – wie oben gezeigt – genügend Möglichkeiten realitätsnah zu scouten; zum anderen nimmt mir das den Spielspaß. Wenn ich einen hochtalentierten Jungspund ausgegraben habe, dann möchte ich mich freuen können – und das nicht als logische Konsequenz betrachten müssen. Aber das sei jedem selbst überlassen, weshalb ich dennoch auf die entsprechenden Seiten verlinken möchte:

Spoiler-Alarm: Passion4FM hat noch ein paar Listen in petto, die das Scouting (zu sehr?) vereinfachen können (alle engl.): Top-Klubs mit den besten Jugendeinrichtungen, Datum der Jugendspieler-Aufnahme, Die besten Scouts im FM15.

III. Fazit

Das Scouting im Football Manager ist ein wichtiges Instrument, um bei der Kaderplanung genügend Optionen zu haben – egal, ob es dabei um vertragslose Spieler für klamme Vereine oder internationale Toptalente für den Klub von Welt geht. Dabei geht es bei den Scouts erstmal weniger um eine korrekte Einschätzung (obwohl sie wünschenswert bleibt), als vielmehr um den Fleiß und die Ausdauer möglichst viele Spieler überhaupt zu kennen. Dementsprechend macht es Sinn seine Scouts nach verschiedenen Kriterien auszusuchen.

Ich hoffe, der Guide hat dir etwas Lust gemacht, dein Scouting im FM unter die Lupe zu nehmen und zu optimieren. Lass doch einen Kommentar da, wenn der Artikel hilfreich war oder du Fragen hast. Du hast einen anderen Ansatz? Umso besser – erzähl uns davon! Wie ist deine Scouting-Abteilung aufgebaut?

 

tldr;

Scouts haben verschiedene Aufgaben, die jeweils andere Attribute benötigen:

  • Spieler finden (Anpassungsfähigkeit, Zielstrebigkeit)
  • Spieler bewerten (Fähigkeiten beurteilen, Potenzial beurteilen)
  • Gegner analysieren (Taktische Kenntnisse)

Bei den Zuweisungen geht es in erster Linie darum, möglichst schnell möglichst viele Spieler zu finden. Die Bewertung dieser Spieler kann ein Scout mit guten Bewertungs-Werten noch hinterher vornehmen.

In welchen Regionen gescoutet wird hängt von der Wahrscheinlichkeit ab, mit der sie gute Spieler hervorbringen. Die Bewertung kann durch persönliche Einschätzung erfolgen oder anhand konkreter Werte (s.o.).

 

14 Kommentare

  • Hallo Terry,

    vielen Dank für Deine Fleißarbeit.

    Aktuell kenne ich keine bessere deutsche Seite neben dem MeisterTrainerForum die so professionell aufgebaut ist wie Deine.
    Vor allem die Aufmachung zusammen mit übersichtlichen Bildern verdient 5 Sterne.

    Eine Frage hätte ich trotzdem, ich möchte nur meinen nächsten Gegner scouten.
    Würde ein Chefscout mit folgenden Dingen dafür langen?

    „Chefscout Nummer 1“
    Taktische Kenntnisse: 20
    CA: 1
    PA: 1

    Oder würdest Du folgenden nehmen?

    „Chefscout Nummer 2“
    Taktische Kenntnisse: 12
    CA: 18
    PA: 18

    Oder ist CA sogar unwichtig beim scouten von Gegner und es kommt nur auf die taktischen Kenntnisse an?

    • Hallo Iceman – danke für das Lob!

      CA/PA 1 ist natürlich extrem niedrig, aber ich würde wohl trotzdem den ersten Kandidaten vorziehen. Zumindest solange du nicht in der Euro League gegen Gegner ranmusst, deren Spieler dir völlig unbekannt sind.

      Ich weiß allerdings nicht (vielleicht kann da jemand aushelfen), welche Informationen bei niedrigen taktischen Kenntnissen konkret ausgeblendet oder verfälscht werden. Je nach Antwort begnügt man sich dann vielleicht doch mit dem zweiten – der dafür aber zusätzlich mal einen Blick auf Spieler werfen kann.

      Grüße Tery

  • Erst mal Danke für die wieder einmal sehr gute Arbeit.
    Hätte da aber, wie sollte es anders sein, noch eine Frage.

    Unter Scouting – Alle bekannten Spieler – tauchen ja alle Spieler auf die die Scout jemals gefunden haben, richtig?
    Aber 80 % der Spieler sind ohne Bericht und nur mit den Attributen versehen. Gerade bei der Talentsuche interessiert mich aber hauptsächlich das Potenzial. Also gehe ich im Moment her und lasse von allen Spielern unter 20 Jahre einen Kurzbericht erstellen. Das dauert aber ewig und muss ständig aktualisiert werden, schließlich füllen meine Scouts diese Liste permanent mit neuen Spielern.
    Gibt es da nicht eine andere Methode, oder wie macht ihr das?

  • Das ist eine wirklich gute Frage, die ich so aus dem Stand gar nicht beantworten kann. Da es aber bereits zu Spielstart Spieler unter „Alle bekannten Spieler“ gibt, gehe ich davon aus, dass da auch viele Spieler drin sind, die man halt so kennt. Bei einem Save mit Bayern, das ich zu Testzwecken gestartet habe, sind da z.B. viele Leute von Barca drin – manche mit CA/PA, manche (wie Busquets) ohne.

    Ist das auch so, wenn du nur die Berichte anzeigen lässt? Ich kann leider gerade nicht nachschauen …

    Grüße

  • Hey! Klasse Seite bin auch soweit mit allen einmal durch;-)) bin seit Jahren begeisterter fm Spieler. Meine Frage ist so simpel wie auch wichtig. Scott sagen wir mal 14 an der Zahl. Sowohl regional wie auch im Wettbewerb tätig? ( je scout 1 Region + 1 Wettbewerb) entweder oder Oder und? Hemmt es oder wirkt es ?! Ich bin mir nicht ganz sicher ?! Deine Meinung würde mich durchaus interessieren . Danke Stefan

    Ps mach weiter so!

    • Hi Stefan, danke für deinen Kommentar und das fleißige Lesen. Da muss ich ja jetzt schnell wieder neuen Lesestoff ranschaffen ;)

      Im FM14 habe ich meinen Scouts immer zwei Zuweisungen gegeben. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist seit dem FM15 eine Anweisung besser; Wettbewerbe werden außen vor gelassen. Das ist aber sicher eine Frage des persönlichen Geschmacks – der hier vorgestellte Ansatz konzentriert sich sehr stark auf die Kenntnis vieler Spieler.

      Grüße Tery

      • Hellloooooo Tery!

        danke für die Fixe info … dachte mir das auch schon so (im 14 war das vorgehen noch so). Dann freu ich mich schon mal auf „NEWS“.

        GrEeTz Stef

  • Vllt kann ich zu Stefans Frage noch was ergänzen?! Im 14er habe ich die Beobachtung gemacht, dass die Beobachtung eines Landes bzw einer Region zu besseren Ergebnissen führt. Den Scouts weise ich auch jeweils nur eine Aufgabe zu, wobei ich wichtige Regionen (also Regionen mit vielen Spielern wie z.B. Südamerika oder Mitteleuropa) von verschiedenen Scouts durchaus nacheinander oder auch gleichzeitig beobachten lasse. Das heißt, wenn z.B. Scout A mit Südamerika durch ist und Scout B mit Mitteleuropa, dann tausche ich die beiden. So fallen mir durchaus immer mal neue Spieler auf, auch wenn die jeweilige Tour dann schon mal länger ausfallen kann. Wettbewerbe lasse ich auch nur selten scouten, die meisten Spieler dort sind eh schon „bekannt“. Die einzige Ausnahme mache ich bei den beiden ersten Ligen in England, dort suche ich nach Spielern, deren Verträge auslaufen oder die unzufrieden sind. Gerade bei Klubs wie Chelsea oder ManCity kann man so viele Schnäppchen machen (habe beispielsweise gerade für Eintracht Frankfurt Nastasic von City für 1,5 Mio Euro verpflichtet, weil er dort wegwollte). Zum Saisonende sollte man sich auch die Absteiger in größeren Ligen angucken (Unzufriedenheit, Vertragsklauseln). Auch da kann man oft nen guten Fang machen.

  • Hey Tery,

    ich komme nochmal auf das Thema Scouting zurück; mich interessieren die Fähigkeiten der Scouts.

    Ich betreibe mit Borussia MGB ein weltweites Scouting, und lasse alle Regionen (mit Ausnahme von Süd- und Zentralasien) laufend scouten. Dabei sind die Scouts je nach Fähigkeit (Beurteilung Fähigkeit / Potential) den Regionen zugeordnet – der Beste geht nach Südamerika, und dann absteigend nach Mitteleuropa, UK usw.

    Jetzt will ich aber zusätzlich noch ein paar „freie“ Scouts beschäftigen. #1 scoutet den kommenden Gegner (–> Fokus auf taktische Kenntnisse), #2 ist mein Springer, der die Spieler in Augenschein nimmt, die mir sonstwie auffallen, und von denen ich einen Scoutbericht haben will (–> Beurteilung Fähigkeiten/Potential). #3 soll nun abwechselnd in den Topligen nach potentiellen Stammspielern mit auslaufenden Verträgen suchen. Frage – was muss der können, um möglichst schnell Vertragsinhalte kennenzulernen?

    LG Doc

    • Hi Doc,

      Zielstrebigkeit wäre in dem Fall das Attribut deiner Wahl, da das die Arbeitsgeschwindigkeit bestimmt. Ich weiß allerdings nicht, ob das nur bestimmt, wie schnell der Scout die Spieler abarbeitet oder auch, wie viele Details er bei einem Auftrag erfasst. So oder so wirst du den Spieler öfter scouten müssen, bis du alles weißt.

      Bei Anpassungsfähigkeit bin ich mir nicht sicher, ob das auch greift, wenn nur ein einzelner Spieler beobachtet werden soll, d.h. der Scout nicht länger in dem Land bleibt.

      Hoffe, das war zumindest ein bisschen hilfreich – sonst hak gerne nochmal nach :)

      Tery

      • ja, danke tery, das hilft für den anfang. da der eine scout mitunter ganz schön was zu tun bekommt, ist ein schnelles arbeiten sicher hilfreich. wenn die zielstrebigkeit das löst, umso besser.

  • Moin zusammen,

    ich weiß das ich das jetzt wieder aus den Tiefen hochziehe, aber kann ich davon ausgehen, dass das auch noch so für den 17er anwendbar ist? Scouting habe ich bisher immer nur der KI überlassen und will das mal ändern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.