Interview mit Mr. Ed: Mit Ujpest auf CL-Kurs

Es gibt richtig viele gute Football Manager-Blogs da draußen – die meisten in englischer Sprache. In dieser 14-tägigen Serie möchte ich euch einige dieser FM-Schreiber vorstellen, indem ich sie selbst zu Wort kommen lasse.

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In this fortnightly series I want to introduce some of the great FM writers out there to the German audience. I have learnt a lot from them while digging deeper into Football Manager. Jonathon Aspey, whom I interviewed in the last episode, named @MrEdsFM as his successor and he thankfully accepted it. Here we go:

 

Hi, please introduce yourself and your blog:

I’m Ed (@MrEdsFM on Twitter) and run the FM Coffeehouse, a blog that’s been going for over two years now. I initially had my ramblings on a number of different FM sites, but wanted somewhere that I could put all of my articles in one place.

 

When did you start to play FM/CM?

The first FM I can remember playing was FM05. I’d played LMA Manager for a few years, and was delighted to find an upgrade in FM.

 

Time for bragging: what was your most extraordinary achievement in FM?

Purely because of the time it’s taken me to achieve it, I’d say my unbeaten league season with Dortmund on FM15. We managed nearly five goals per league game, conceding roughly 0.5, and didn’t lose a single game. Despite playing the game for a decade, I’d never really got close to an unbeaten season with any of my teams, so it became something of an obsession to achieve.

Reaching the quarter finals of the Champions League with Hungarian side Ujpest in FM14 was also particularly pleasing, but that save is still ongoing and I’d like to win the CL; if I can manage that, then it might just top my list.

 

Which aspect of the game do you enjoy the most?

For me, the joy of Football Manager has always been in concocting innovative new tactical schemes, and moulding a young squad into your ideas. I enjoy the tactical side, but for me the experience is infinitely enhanced when you can create a system around the star young regen who came through the club’s youth ranks.

 

Which is your favourite attribute and why?

Obviously this varies from position to position and role to role, but as a whole I like to build my team around Decisions and Off the Ball. Decisions is self-explanatory, and a team full of high Decisions ratings creates some wonderful football. Similarly, my tactics are almost always ‚fluid‘ or ‚very fluid‘ and so the use of the Off the Ball attribute helps to enhance this fluidity, particularly in attack. This year, players with extremely high Dribbling seem to be capable of tearing a defense to shreds, so I’ve also tried to fill my Dortmund team with that type.

 

What was the most inspiring thing you lately read/saw about FM?

The FM community has been going from strength to strength recently, and Alex Stewart’s Moneyball save with Bristol City has brought FM writing to a whole new audience. I always get inspiration from people who write convincingly about their save, and there’s a number of writers who do this really well, such as Jonathon Aspey, Cleon, Lee Scott from FM Analysis, Guido Merry, and many more. It’s also great to see the introduction of a new FM podcast, via the guys at @TheDeepLyingPod.

 

Here’s the bonus question from Jonathon Aspey, who nominated you: If you could be the manager of any team in football history, who would it be, and why?

Great question.. but tricky. As a Liverpool fan, it’d be difficult to go past the hugely successful LFC team from the ’70s. From a personal point of view, there’s several contenders. Firstly, the French squad of the 2002 World Cup. They had the perfect combination of older stars and up-coming prospects and somehow managed to finish bottom of a moderately easy group. The Brazil team of that time would also have been a joy to manage; with a Rivaldo-Ronaldinho-Ronaldo front three, you’re guaranteed goals.
Out in front is probably the current Bayern Munich team, as boring as that may be. Guardiola created a monster team at Barcelona, but this Bayern team seems to have more depth than any other in history. Having two years under Pep has enhanced their tactical ability massively, and it’d be a joy to manage. There’s so many different tactical combinations that can be created, and it’s more of a collective effort than Messi’s Barca. Combine that with a massive transfer budget due to steady revenue streams, and you’ve for the ideal situation for a football manager.

 

Now you may hand on the baton: Name one FM writer, I will interrogate for the next part of this series. Is there a question you want to ask him?

Lee Scott (@FMAnalysis): what is your favourite tactical system you’ve created in any Football Manager game?

 

Thanks for your time and keep that coffee house running :-)

 


Mein heutiger Gast Ed führt einen FM-Blog mit einem sehr interessanten Namen: The Coffeehouse. Was das mit Fußball zu tun hat? Das erfährst du ebenso dort wie das neuste aus seinen Spielständen – das ganze garniert mit Milchschaum interessanten Einblicken in das Spiel. Bevor ich dich zu einer Wiener Melange entlasse, hier ist das Interview:

 

Hi, bitte stelle dich und deinen Blog doch kurz vor:

Ich bin Ed und führe das FM Coffeehouse, einen Blog, der mittlerweile schon zwei Jahre alt ist. Ursprünglich war mein Geschreibsel auf einer Vielzahl von verschiedenen FM-Seiten zu finden, aber ich wollte etwas haben, wo ich meine Artikel alle zusammen an einem Ort habe.

Wieso Eds Blog Kaffeehaus heißt? Es hat tatsächlich was mit Wien und Fußball zu tun … (Klick!)

 

Wann hast du mit dem Football Manager angefangen?

Der erste Football Manager, an den ich mich erinnere gespielt zu haben war der FM05. Davor hatte ich einige Jahre den LMA Manager gespielt und war erfreut, im FM eine Verbesserung zu finden.

 

Zeit anzugeben: Was war dein außergewöhnlichster Erfolg im FM?

Einfach wegen der Zeit, die ich dafür gebraucht habe: meine ungeschlagene Saison mit Dortmund im FM15. Wir haben durchschnittlich fast fünf Tore pro Spiel erzielt und nur knapp 0,5 kassiert – und kein einziges Spiel verloren. Obwohl ich den FM jetzt ein Jahrzehnt spiele, bin ich nie wirklich nah an eine ungeschlagene Saison herangekommen – mit keinem meiner Teams. Das wurde mit der Zeit zu einer Art Besessenheit, das zu erreichen.

Mit dem ungarischen Verein Ujpest im FM14 das Halbfinale der Champions League zu erreichen, war auch äußerst befriedigend. Allerdings läuft der Spielstand noch und ich würde die Champions League gerne gewinnen – sollte ich das schaffen, würde das wohl ganz oben stehen.

 

Welchen Aspekt des Spiels magst du am meisten?

Für mich lag der Reiz am FM immer im Austüfteln innovativer neuer Taktiken und im Formen einer jungen Mannschaft nach den eigenen Ideen. Ich mag die taktische Seite des Spiels sehr, aber für mich wird die Erfahrung noch unendlich besser, wenn man ein System um einen Newgen-Jungstar herum bauen kann, der die eigene Jugendabteilung durchlaufen hat.

 

Was ist dein Lieblingsattribut und warum?

Das ist natürlich von Position zu Position und Rolle zu Rolle unterschiedlich, aber allgemein achte ich bei meinen Mannschaften gerne auf gute Werte in Entscheidungen und Ohne Ball. Entscheidungen ist selbsterklärend – ein Team voll mit guter Entscheidungsfindung bringt richtig schönen Fußball hervor. Ebenso erhöht auch Ohne Ball den Fluss im Spiel, vor allem im Angriff – gerade da meine Taktiken fast immer mit flexibler oder sehr flexibler Dynamik arbeiten. In diesem Jahr scheinen Spieler mit extrem hohem Dribblingwert fähig zu sein, eine Defensive in ihre Bestandteile zu zerlegen, also habe ich bei Dortmund versucht auch solche Typen im Team zu haben.

 

Was war das Inspirierendste, das Du in letzter Zeit über den FM gelesen oder gesehen hast?

Die FM Community übertrifft sich in letzter Zeit selbst und Alex Stewarts Moneyball-Spielstand mit Bristol City hat FM-Themen einem ganz neuen Publikum eröffnet. Ich lasse mich immer von Leuten inspirieren, die glaubhaft von ihren Spielständen berichten. Es gibt eine Vielzahl von Schreibern, die das richtig gut machen wie Jonathon Aspey, Cleon, Lee Scott von FM Analysis, Guido Merry und viele andere. Es ist außerdem sehr erfreulich, dass es einen neuen FM-Podcast gibt – den DeepLyingPodcast.

 

Hier ist die Bonusfrage von Jonathon Aspey, der dich nominiert hat: „Wenn du der Trainer eines beliebigen Teams aus der Geschichte des Fußballs sein könntest – welches Team wäre das und warum?“

Starke Frage… aber schwierig. Als Liverpool-Fan ist es schwer, die extrem erfolgreiche Mannschaft aus den 70ern zu übergehen. Aus persönlicher Sicht gibt es einige Kandidaten. Zuerst die französische Nationalmannschaft von der WM 2002. Sie hatten die perfekte Mischung aus älteren Stars und aufstrebenden Talenten und haben es dennoch irgendwie geschafft in einer ziemlich einfachen Gruppe als Letzter auszuscheiden. Die Brasilianer aus dieser Zeit wären auch großartig zu trainieren gewesen; vorne Rivaldo-Ronaldinho-Ronaldo – da sind Tore garantiert.

An der Spitze liegt jedoch wahrscheinlich der heutige FC Bayern, so langweilig das sein mag. Guardiola hat in Barcelona eine Monstermannschaft aufgebaut, aber diese Bayern scheinen mehr Kadertiefe zu besitzen als jede andere Mannschaft in der Geschichte. Nach zwei Jahren unter Pep hat sich ihr taktisches Verständnis zudem massiv weiterentwickelt – da Trainer zu sein wäre eine Freude. Man kann so viele verschieden taktische Varianten umsetzen und gleichzeitig ist es ein kollektiveres Spiel als das von Messis Barca. Das alles kombiniert mit einem riesigen Transferbudget aufgrund stetiger Einnahmeströme und du hast die ideale Situation für einen Fußballmanager.

 

Nun darfst du den Staffelstab weiterreichen: Welchen FM-Schreiber soll ich für den nächsten Teil der Serie interviewen? Und gibt es eine Frage, die Du ihm stellen möchtest?

Lee Scott (@FMAnalysis): Was ist deine Lieblingstaktik, die du jemals im FM erstellt hast?

 

Danke für deine Zeit – und serviere weiter so gehaltvollen FM-Kaffee :)

 

Ed bloggt im FM Coffeehouse und twittert unter @MrEdsFM.
Der nächste Teil der Serie erscheint voraussichtlich am 10. Juni, da ich in Urlaub bin also eine Woche später als sonst.

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