Der Regisseur von Cannes – Hinrunde 2020/2021

Cannes FM18 Story

In Commondores Football Manager-Story mit dem AS Cannes steigt – trotz der schwachen Vorbereitung – die Vorfreude auf die neue Saison. Ziel ist der neuen Liga 3 ist der Klassenerhalt – und die weitere Professionalisierung der Strukturen. Im Budget ist genug Luft vorhanden, um das zu bewerkstelligen und gleichzeitig den Kader zu verstärken. Was soll schon schiefgehen?

Was bisher geschah: Einleitung | Saison 2017/18 | Saison 2018/19: Teil 1, Teil 2, Teil 3 | Saison 2019/20: Teil 1, Teil 2, Taktik-Special, Teil 3 | Saison 2020/21: Teil 1

Ein Budget ist ein Budget

Das tolle an Budgets – egal wie üppig sie ausfallen – ist, dass man Planungssicherheit hat. Sei es, weil man weiß, was man noch investieren darf; sei es, weil man weiß, wie hoch die Einsparungen sind, die man treffen muss.

In meinem fast luxuriösen Fall standen einem Budget von 700.000 Euro verplante Ausgaben von knapp 440.000 Euro gegenüber – mehr als ausreichend Luft also, um in den Kader und die Strukturen zu investieren. Denkste. Leider verhält es sich mit Budgets in Cannes nämlich leicht anders: Plötzlich fiel den Chefs nämlich auf, dass die finanzielle Situation des Klubs gar nicht so prall ist – und schwupps wurde das Budget auf 390.000 Euro zusammengestrichen. Statt zu investieren darf ich also schauen, wie ich 50.000 Euro einspare, damit ich wieder im Rahmen liege. Danke Micoud!

Zwar gehört unser Mitarbeiterstab bereits zu den besten in der Liga, aufgrund unserer Torwart-Talente hätte ich jedoch gerne das Torwarttraining breiter aufgestellt. So konnte ich leider nur den Torwarttrainer eins zu eins ersetzen – der neue bringt etwas mehr Qualität mit, muss aber weiterhin alle Kategorien alleine abdecken. Ich hoffe, dass wir hier in nicht allzu ferner Zukunft nochmal nachlegen können. Ich bleibe dran.

Kadermanagement

Stand jetzt ist im Winter nicht mit weiteren Neuzugängen zu rechnen. Erstens will ich wieder innerhalb des Budgets kommen, zweitens läuft das Scouting nicht so rund. Meine Scouts finden einfach keine passenden Spieler. Als Konsequenz vergebe ich die Scoutinganweisungen ab sofort selbst – in der Hoffnung, dass die Abteilung dann etwas zielstrebiger arbeitet. Leider habe ich jetzt erst die Muße dafür entwickelt, mich näher mit dem neuen Scouting zu beschäftigen.

Abgänge

Während der Hinrunde kam es zu weiteren Abgängen. Zum ersten verlieren wir ein weiteres Talent aus den eigenen Reihen: Charles Le Gal geht zum Ligarivalen Gazelec Ajaccio. Zwar haben wir versucht ihn zu halten, aber das Angebot von Ajaccio konnten wir nicht toppen. Zum anderen verlässt uns Yeal Bekhti direkt wieder, der unseren Anforderungen nicht gerecht werden konnte. Dazu stänkerte er immer wieder mal herum. Da er einen rein leistungsbezogenen Vertrag hatte, war es ein leichtes ihn wieder vor die Tür zu setzen. Zu guter letzt wechselt Stürmer Marc’Andria Teurlay im Winter ablösefrei eine Liga tiefer zum akut abstiegsbedrohten AC Arlesien.

Momentan stehen mit Youssef Hidasse (OMZ) und Junior Attohoun (TJ) zwei weitere Spieler auf der Transferliste und sollen uns, zur Not auch ablösefrei, diesen Winter verlassen. Dann wären wir soweit wieder im Budget.

Coupe de France

Am Ziel, im Coupe de France die 8. Runde zu erreichen, sind wir leider gescheitert. Gegen die unterklassigeren Teams aus Carros und Luzenac konnten wir uns zwar problemlos durchsetzen, gegen Stade Brest aus dem Mittelfeld der Ligue 2 war dann allerdings in Runde 7 Schluss. Losglück ist im Pokal halt das A und O. Der Vorstand ist zwar nicht sonderlich froh über das Ausscheiden, versteht aber, dass das Weiterkommen gegen den höherklassigen Gegner auch schwer zu erreichen war.

National

Nun, Ende Dezember, haben wir 18 von 34 Partien hinter uns gebracht und stehen – wie eigentlich schon die ganze Saison über – in der oberen Tabellenhälfte. Und das, obwohl wir mit einigen Widrigkeiten in Form von Sperren und Verletzungen zu kämpfen hatten. Diese zwangen uns zum Teil die Taktik umzuwerfen, sodass wir in der laufenden Saison mit inzwischen vier unterschiedlichen Taktiken aufgelaufen sind. Durch diese „Spielereien“ bin ich auf eine neue Stammtaktik ausgewichen. Das 4-1-3-2 ist somit aussortiert. Wahrscheinlich wird das wenig überraschen.

Das wirklich schöne an der Saison ist, dass die meisten Spiele über die volle Distanz spannend waren (mit Ausnahmen wie dem 0:3 gegen US Orleans oder den 5:1 Kantersieg über den FC Paris). Wir spielen insgesamt sehr gut mit und haben uns den 5. Platz redlich verdient. Der Weg zu 40 Punkten und dem damit verbundenen Klassenerhalt ist nicht mehr weit:

Taktisches Geplänkel

Der Saisonstart mit dem 4-1-3-2 war zwar eigentlich sehr gut, nur die Spielweise an sich hat mich an den Rand eines Herzinfarkts geführt. Mit im Schnitt knapp 30% Ballbesitz und Chancenverhältnissen von 5:10(+x) war das optisch sehr nervenaufreibend. Ich sage bewusst „optisch“, denn auf der anderen Seite waren unsere Chancen qualitativ besser und der Gegner kam hauptsächlich ungefährlich aus der Distanz zum Abschluss. Trotzdem wirkte das alles auf mich zu riskant, ein Tick in die falsche Richtung und wir brechen gewaltig ein.

Durch den Ausfall mehrerer Stammkräfte war ich, wie bereits erwähnt, gezwungen die Formation zu wechseln. Klar, ich hätte auch kurzfristig Spieler umschulen können, bin davon allerdings kein großer Freund. Meine Spieler sollen unter mir auf „ihren“ Positionen spielen.

Während meiner taktischen Spielerreien ist mir aufgefallen, dass wir ohne Spielmacher in der Mitte das Flügelspiel total fokussieren. In der momentanen taktischen Ausrichtung habe ich so, auch ohne weitere Teamanweisung, ein besseres Flügelspiel als vorher mit Spielmacher und Teamanweisung. Das anzusehen bereitet mir, trotz einiger Rückschläge, sehr viel Freude.

Wir sind jetzt bei einem klassischen 4-4-2 angelangt. Wie gesagt: Ohne den zentralen Spielmacher wird automatisch das Flügelspiel forciert. Deshalb habe ich auch auf das Wechselspiel mit den Außenverteidiger mit Unterstützen- und Angriffs-Dutys verzichtet. Momentan spiele ich noch mit dem Gedanken, die beiden zentralen Mittelfeldspieler ins defensive Mittelfeld zurückzuziehen und das Tempo zu erhöhen. Ich bin mir aber gerade aber nicht ganz sicher, ob die Sechser sich genug ins Offensivspiel einbinden würden. Defensiv wäre das dagegen wahrscheinlich um einiges stabiler. Mal schauen. Wie man mich in Cannes mittlerweile kennt, sind taktische Experimente an der Tagesordnung ;-)

Fazit

Besser hätte unser Start in die dritte Liga nicht laufen können: Bar aller Abstiegssorgen stehen wir auf Platz 5, Probleme wie Sperren und Verletzungen konnten wir taktisch auffangen und kommen gleichzeitig meiner Wunschspielweise näher. Von einem Regisseur auf der 10 sind wir zwar inzwischen weit entfernt, aber die wachsen immerhin auch nicht auf Bäumen. Nicht wahr?

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